Durchbruch mit 14: Paula Beer
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Paula Beer

Lesermeinung
Biografie

Paula Beer war gerade 14 Jahre alt, als ihr das gelang, wovon viele Mädchen träumen. Von einer Schauspielagentin in ihrer Schule angesprochen, wurde die 1995 in Berlin geborene Paula für das Casting zu "Poll" (2010) eingeladen, setzte sich dort gegen rund 2500 Mitbewerberinnen durch und erhielt die Hauptrolle in Chris Kraus' Drama rund um die Aristokraten-Tochter Oda von Siering. Obwohl sie fast keine Schauspielerfahrung vorweisen konnte - bis dahin hatte sie lediglich beim Jugendensemble des Berliner Friedrichstadtpalasts mitgewirkt - wuchs Paula Beer im Laufe der Dreharbeiten langsam aber kontinuierlich mit ihrer Rolle zusammen und überzeugte mit ihrer Darbietung so sehr, dass sie mit dem Bayerischen Filmpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde. Von Kritikern und Publikum gleichermaßen als "Schauspielentdeckung des Jahres" gefeiert, ließen weitere Rollenangebote nicht lang auf sich warten.

2012 sah man die Berlinerin in einer Nebenrolle als Sophie Herzogin von Bayern in Peter Sehrs und Marie Noëlles Historiendrama "Ludwig II.". Auch wenn der Hauptdarsteller, Sabin Tambrea, die Aufmerksamkeit auf sich und seine schauspielerische Leistung ziehen konnte, blieb die Biographie über den "Bayerischen Märchenkönig" doch hinter den Erwartungen zurück, fiel bei den Kritiker eher durch und beim Publikum kaum auf. Das Feuilleton war sich einig, dass das Biopic maximal Fernsehniveau erreiche. Paula Beer, die unter anderem an der Seite von Hannah Herzsprung, Sebastian Schipper und Edgar Selge (der in "Poll" übrigens ihren Vater spielte) zu sehen ist, blieb bei Produzenten und Regisseuren jedoch auf dem Radar.

Ein Jahr später folgte für die Jungdarstellerin Vivian Naefes "Der Geschmack von Apfelkernen". In dem Filmdrama nach Katharina Hagenas gleichnamigen Roman-Erstling reiht sich eine umwerfend charismatische Paula Beer nahtlos in die hochkarätige Besetzungsliste ein, die Namen wie Marie Bäumer, Meret Becker und - erneut - Hannah Herzsprung führt. Da wundert es niemanden, dass Paula auch für die Verfilmung von Thomas Willmanns Bestseller "Das finstere Tal" als junge Luzi engagiert wurde. In Andreas Prochaskas Alpen-Western überzeugt sie einmal mehr mit ihrer facettenreichen, eindringlichen Darstellung. Die Wahl fiel auf die Berlinerin, weil sie, so der Regisseur, eine Luzi brauchten, "die einerseits so stark und selbstbewusst wirkt, dass sie in diese raue Welt passt, und andererseits nicht so wirkt als hätte sie schon fünf Liebhaber gehabt und besser in die Clubszene einer Großstadt passt." Eine Herausforderung, der Paula Beer voll und ganz gewachsen ist.

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