Christophe Malavoy

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Christophe Malavoy an der Seite von Iris Berben in "Kennedys Hirn"
Christophe Malavoy
Geboren: 21.03.1952 in Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Sternzeichen: Widder

Da sein Vater ein in Deutschland stationierter, französischer Soldat war, wurde Christophe Malavoy 1952 in Deutschland geboren. Seinen ersten Leinwandauftritt bestritt er in der französischen Komödie "Soldat Duroc, ça va être ta fête!" (1975). Es folgten weitere Auftritte in Film und Fernsehen, wie 1978 der Krimi "Ohne Datenschutz", der TV-Mehrteiler "Le journal" (beide 1979) oder die Komödie "Ma femme s'appelle reviens" (1982). Im selben Jahr wurde erstmals ein breiteres Publikum auf Malavoy aufmerksam: Für seine Rolle des Christophe in "Family Rock" (1982) erhielt er den César in der Kategorie bester männlicher Hauptdarsteller. In "La Balance - Der Verrat" (1982) agierte er neben französischen Filmgrößen wie Nathalie Baye, Philippe Léotard und Maurice Ronet, bevor er in "Die Ehre eines Kapitäns" (1982), in "Le voyage" (1984) und in dem herausragenden Psycho-Thriller "Gefahr im Verzug" (1985) mitwirkte.

Kurz darauf wurde ihm für seine Leistung in "Bras de fer" (1985) der "Prix Jean Gabin" verliehen. Nur ein Jahr darauf folgte erneut eine Nominierung für den César als bester Schauspieler: An der Seite von Jane Birkin spielte Malavoy im Drama "Die Frau meines Lebens" (1986) den Alkohol kranken Violinisten Simon, der nach dem Entzug erkennt, dass er sein Leben neu beginnen muss. Nach "Der unwiderstehliche Charme des Geldes" brillierte er, ebenfalls 1987, im erfolgreichen Psychothriller "Der Schrei der Eule". Als frisch geschiedener Robert beginnt er eine Affäre mit der schönen Juliette, die für ihn ihren Verlobten verlässt. Dies löst einen Strudel blutiger Ereignisse aus.

Im gleichen Jahr war er in "Brennender Sommer" zu sehen, 1988 folgte "Deux minutes de soleil en plus", 1989 "Rebus" und "La soule". Nachdem er 1990 in "Jean Galmot - Flammen über Cayenne" als Titel gebender Abenteurer vor der Kamera agierte, stellte er in der eher schwachen Buchverfilmung "Madame Bovary" (1991) Bovarys Gatten Charles dar. Anfang der Neunzigerjahre wirkte Malavoy in verschiedenen Produktionen mit, sowohl in TV- als auch Kino-Formaten: Nach der Komödie "Juste avant l'orage" (1992) sah man ihn in José María Sánchez Krimi "Pakt mit dem Tod" (1993). Im gleichen Jahr glänzte er in Yves Boissets Justizdrama "Die Affäre Seznec" als Hauptverdächtiger Guillaume Seznec, dem niemand Glauben schenkt. Malavoy arbeitete in weiteren Filmen mit Boisset zusammen. So entstand 1993 der TV-Film "Chute libre" (1993) und 1996 schließlich das Westerndrama "Die Liebenden vom Red River" (1996). Malavoy mimt den Abenteurer Monge, der nach seiner Heirat vor schwere Probleme gestellt wird.

Es folgten "Une fille à papas" (1996), "L'homme idéal" (1997), "Eine gefährliche Mission", "Les grands enfants" und die Parabel "Der letzte Vorhang" (alle 1998). 1999 wirkte er in "Jésus" und "Voleur de coeur" mit, 2000 erhielt er Rollen in verschiedenen TV-Produktionen, so auch "Cévennes" und "Femmes de loi". In "Jean Moulin - Leben im Widerstand" (2002) spielte er neben Charles Berling und Elsa Zylberstein Commandant Manhes. Auch 2004 trat Malavoy in diversen TV-Produktionen auf: "Liebende sind unsterblich", "Mon fils cet inconnu", in der er die Hauptrolle übernahm und "Table rase". Im erfolgreichen Drama "Le dernier jour" (2004) agierte er neben Nicole Garcia und dem damaligen Newcomer Gaspard Ulliel. Nachdem er 2005 für sechs Folgen in der TV-Serie "Clara Sheller" zu sehen war, übernahm er in zwei weiteren TV-Produktionen Rollen, zum einen in der Romanverfilmung "Dombais et fils" (2007), in der er Charles Dombais mimte, und zum anderen in der Komödie "De feu et de glace" (2008). Des weiteren sah man ihn in dem TV-Zweiteiler "Kennedys Hirn" (2010).

Malavoy gilt als sehr vielseitig und war neben seiner Schauspielkarriere auf der Leinwand auch auf der Theaterbühne zu sehen. So trat er 1973/74 in Shakespeares "Troilus und Cressida" auf. Darüber hinaus in "Dommage qu'elle soit une putain" (1975) des Renaissance-Autors John Ford und in Shakespeares "Maß für Maß" (1976). Des weiteren übernahm er Rollen in "Sigismond" (1978), "D'Ártagnan" (1989-1990), "Ce qui arrive et qu´on attend" (1993), " Deux sur la Balançoire" (1994), "On ne sait comment" (2000), "N´ecoutez pas Mesdames" (2006) und "Confidences trop intimes" (2007). Zu seinen Werken als Regisseur oder als Drehbuchautor zählen das Drama "Die Stadt, deren König ein Kind ist" (1997), "Liebende sind unsterblich" (2004), sowie "Freie Zone" (2007). In Zusammenarbeit mit dem TV-Sender "Arte" adaptierte er 1997 "Die Stadt, deren König ein Kind ist" für das Fernsehen. Christophe Malavoy verfasste zwischen 1990 und 2004 zudem fünf Romane.

Weitere Filme mit Christophe Malavoy: "Les mystères de Loudun" (1976), "L'enlèvement du régent - Le chevalier d'Harmental" (1977), "Les héros n'ont pas froid aux oreilles", "Les amours de la belle époque" (TV-Serie, beide 1979), "Reise in die Zärtlichkeit" (1980), "L'ennemi de la mort" (Mehrteiler, 1981), "Ils ne se quitteront jamais" (1982), "La scarlatine" (1983), "Le voyage","Souvenirs souvenirs", "Péchés originaux" (TV-Serie, alle 1984), "La dérapade", "L'arbre sous la mer", "Série noire" (TV-Serie, alle 1985), "Méliès 88: Rêve d'artiste", "Médecins des hommes" (TV-Serie, beide 1988), "Le dernier lien", "D'Artagnan" (beide 1991), "I divertimenti della vita privata" (1992), "Le paradis absolument", "Des feux mal éteints", "Der Bastard", "Die Insel der Ausreißer" (alle 1994), "Abus de méfiance", "C'est la tangente que je préfère" (beide 1997), "Je taim", "L'enfant et les loups" (beide 1998),"Juliette: Service(s), compris" (2001), "La vie au grand air" (2002), "Jacques Cousteau's Ocean Tales" (TV-Serie, 2003), "Laura, le compte à rebours a commencé" (Mehrteiler, 2006), "Ludwig II." (2012).

Text: Angela Risthaus
Foto: ARD Degeto/Bavaria/Yellow Bird/Marco Meenen


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