Hannah Herzsprung

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Hannah Herzsprung in dem Mehrteiler "Weißensee"
Hannah Herzsprung
Geboren: 07.09.1981 in Hamburg, Deutschland

Die Tochter des Schauspielers Bernd Herzsprung gab ihr Fernsehdebüt bereits 1997/1998 als Miriam "Mimi" Pauly in der Familienserie "Aus heiterem Himmel". Schon seinerzeit erkannten Kritik wie Publikum ihr Talent, so dass sie recht schnell in weiteren Rollen besetzt wurde. So etwa in Käthe Niemeyers Kriminalfilm "Ein Fleisch und Blut" (1998), in dem sie an der Seite von Catherine Flemming und Petra Kleinert zu sehen war.

1999 nahm sie Schauspielcoach Frank Betzelt unter seine Fittiche, Sprecherziehung und Gesangsausbildung erhielt Hannah Herzsprung bei Annette Goeres. Eine Schülerin spielte sie dann auch in den "SOKO 5113" Krimi-Episoden "Eine Nummer zu groß" (1999) und "Verliebt in einen Lehrer" (2002). Bereits 2000 sah man sie auch in der Krankenhausserie "Für alle Fälle Stephanie", in der sie die obdachlose Tochter eines an Knochenkrebs Erkrankten gab. Dagegen verkörperte sie in der Krimireihe "Zwei Profis" (2002, Episode"... und das tote Mädchen") die Schwester einer ermordeten jungen Frau und spielte an der Seite von Sonja Kirchberger in Dennis Satins Kriminalfilm das titelgebende "böse Mädchen". 2003 verpflichtete Regisseur Hansjörg Thurn die dunkelblonde Darstellerin für seine Comedyserie "18 - Allein unter Mädchen" (bis 2004), ein Comedy-Gastpiel gab sie im gleichen Jahr auch in der Show "Tramitz and Friends".

Eine erste größere Rolle in einem TV-Film folgte 2004 in Manuel Siebenmanns superben Geschichtsdrama "In einem anderen Leben" und eine kleine Rolle hatte sie auch in dem Senta Berger-Krimi "Unter Verdacht - Beste Freunde" von Uwe Frießner. Mit Senta Berger stand Hannah übrigens auch in dem Gesellschaftsdrama "Emilia" vor der Kamera. 2004 entstand auch ihr erster Kinofilm: Sie übernahm die Rolle der Laura in Burkhart Feigls "Solo". Anschließend drehte sie in Berlin eine Folge der Krimiserie "Im Namen des Gesetzes" (Episode: "Das Spiel ist aus", 2005), in der sie die junge Yvonne Blanbach verkörperte, die auf einem Friedhof in einem offenen Grab die Leiche ihres Vaters entdeckt.

2006 sah man Hannah erneut in einem Krimi, dieses Mal mit Gundula Rapsch und Jasmin Gerat in "SOKO Köln: Tod einer Polizistin". Eine herausragende schauspielerische Leistung lieferte Hannah danach in ihrem zweiten Kinoprojekt ab: In dem Drama "Vier Minuten" spielte sie eine aufmüpfige 21-Jährige, die im Knast landet und sich dort auf ihre wahren Talente besinnt. Um pianistische Virtuosität und explosive Gewalttätigkeit und Kraft glaubwürdig verkörpern zu können, absolvierte sie für ihre Rolle mehrere Monate intensives Klaviercoaching und vier Monate Boxtraining. Anschließend überzeugte Hannah Herzsprung in der Tragikomödie "Das wahre Leben" als Suizid gefährdete Nachbarstochter. Toll ist auch ihre darstellerische Leistung in Jo Baiers Historienfilm "Liesl Karlstadt und Karl Valentin" (2008), in dem sie die langjährige Bühnenpartnerin des legendären bayerischen Komikers spielte. Und als Kosmetikerin, die in der DDR der Achtzigerjahre die Republikflucht plant, überzeugte sie in der sechsteiligen Familienserie "Weißensee" (2010) von Friedemann Fromm.

Weitere Filme mit Hannah Herzsprung: "Stolberg: Vaterliebe", "Das Duo - Man lebt nur zweimal" (beide 2006), "1. Mai", "Werther", "Der Baader Meinhof Komplex", "10 Sekunden", "Der Vorleser", "Pink" (alle 2008), "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen", "Andula - Besuch in einem anderen Leben", "Lila, Lila", "Habermann", "Aghet - ein Völkermord" (Sprecherin, alle 2009), "Hell" (2011), "Wie zwischen Himmel und Erde", "Schutzengel", "Ludwig II." (alle 2012), "Der Geschmack von Apfelkernen" (2013).

Foto: ARD/Julia Terjung


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