Tom Schilling

Schauspieler Tom Schilling. Vergrößern
Schauspieler Tom Schilling.
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Tom Schilling
Geboren: 10.02.1982 in Berlin, Deutschland

Er ist einer der talentiertesten Schauspieler Deutschlands, der im Alter von 12 Jahren auf dem Schulhof von Regisseur Thomas Heise angesprochen und für das Theaterstück "Im Schlagschatten des Mondes" am Berliner Ensemble engagiert wurde: Tom Schilling. Dort trat Tom dann in den nächsten vier Jahren auch in anderen Stücken auf. Werner Schroeter besetzte ihn in "Moniseur Verdoux", Carmen Maja Antoni in "Der Ingwertopf", Andrea Sarti Tragelehn in "Das Leben des Galilei" sowie Stephan Lose in Kleists "Prinz von Homburg".

1999 gab Tom Schilling schließlich sein TV-Debüt als Halbstarker Tucky in Ben Verbongs "Tatort - Kinder der Gewalt", bevor er in Friedemann Fromms "Schlaraffenland" (1999) in seiner ersten Kinorolle zu sehen war. Ein Volltreffer war seine Rolle des Janosch Schwarz - hierfür wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet - in Hans-Christian Schmids Kinoerfolg "Crazy" (2000) an der Seite von Robert Stadlober und Julia Hummer.

Nach einer Rolle in dem Berliner "Tatort" "Tatort - Tot bist du!" (2001) überzeugte Schilling in Miguel Alexandres Tragikomödie "Weil ich gut bin" (2001) als junger Autoknacker Mücke, mit dem es das Leben nicht sonderlich gut meint. Ebenfalls 2001 entstand die Tragikomödie "Herz im Kopf", die Schilling in der Rolle eines junges Berliners zeigte, der seinen Platz im Leben sucht und dabei das hübsche polnische Au-pair-Mädchen Wanda alias Alicja Bachleda-Curus kennenlernt. Erneut an der Seite von Stadlober verkörperte er danach in "Verschwende deine Jugend" (2003) einen 19-jährigen Bankangestellten, der in seiner Freizeit nur für die Neue Deutsche Welle lebt.

Eine starke Leistung gab Schilling als Nazi-Elite-Schüler an der Seite von Max Riemelt in Dennis Gansels gefeiertem Drama "Napola - Elite für den Führer" (2004), ebenso wie als Hauptdarsteller Jakob in dem Drama "Egoshooter" (2004), doch auch seine ausgezeichnete Darstellung eines perspektivenlosen Jugendlichen konnte den Film nicht retten. Viel besser waren dann wieder das Dokudrama "Die letzte Schlacht" (2005), in dem er den Fähnrich Horst Bandmann verkörperte, und das gelungene Gesellschaftsdrama "Einfache Leute" (ebenfalls 2005). Gut war auch sein Tom Novak neben Jürgen Vogel in dem starken Frankfurter "Tatort" "Tatort - Wo ist Max Gravert?" (2005). An der Seite der Frankfurter Ermittler Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf war er 2008 auch in dem "Tatort" "Tatort - Der frühe Abschied" zu sehen.

Zuvor besetzte ihn Leander Haußmann in einer kleinerer Rolle seiner Komödie "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" und unter der Regie von Detlef Bothe spielte er 2007 auch in dem Drama "Neben der Spur". Außerdem gehörte er für fünf Folgen zur Besetzung der gelungenen Polizeiserie " KDD - Kriminaldauerdienst" (ebenfalls 2007). Schade nur, dass die Komödie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" (2008), eine weitere Regiearbeit von Leander Haußmann, trotz Schilling gar nichts taugte.

Wesentlich besser war dann wieder Thorsten Näters Psychothriller "Mordgeständnis" (2008) und eine kleinere Rolle hatte Schilling auch in Uli Edels enttäuschendem Drama "Der Baader Meinhof Komplex" (2008). Dass Schilling über enormes Vertrauen in sein schauspielerisches Können verfügt, zeigte auch, dass er den Part von Adolf Hitler in Urs Odermatts misslungener Satire "Mein Kampf" (2008) übernahm. Gut war Schillings junger Horst Königstein in dem Dokudrama "Ich, Ringo und das Tor zur Welt", bevor er für einen weiteren Frankfurter "Tatort" ("Tatort - Am Ende des Tages") und den Kölner "Tatort" "Tatort - Auskreuzung" vor die Kamera trat.

Darüber hinaus war Schilling in dem ersten "Polizeiruf 110" mit Maria Simon ("Polizeiruf 110 - Die verlorene Tochter", 2010) zu sehen und zeigte einmal mehr eine Paradevorstellung seiner Schauspielkunst als sinnsuchender Endzwanziger in der wunderbaren Tragikomödie "Oh Boy" (2012), für die er 2013 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.

Weitere Filme mit Tom Schilling: Brigitte Müllers Drama "Der Himmel kann warten" (2000), "Agnes und seine Brüder" (2004), "Elementarteilchen", "Schwarze Schafe" (beide 2006), "Pornorama oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts" (2007), "Bloch - Tod eines Freundes", "Zarte Parasiten" (beide 2009), "Ken Folletts Eisfieber" (2010), , "Ludwig II." (2012), "Hai-Alarm am Müggelsee", "Unsere Mütter, unsere Väter" (beide 2013), "Who Am I - Kein System ist sicher", "Tod den Hippies – Es lebe der Punk!" (beide 2014), "Die Frau in Gold" (2015).


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