Veränderungen müssen her: Tom Schilling und Götz
George
Veränderungen müssen her: Tom Schilling und Götz
George

Mein Kampf

KINOSTART: 03.03.2011 • Satire • Deutschland, Österreich, Schweiz (2008)
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Produktionsdatum
2008
Produktionsland
Deutschland, Österreich, Schweiz
Regie

Um 1910 wird im Zug nach Wien ein ärmlich aussehender junger Künstler an die Luft gesetzt. Dennoch kommt er in die österreichische Metropole und will hier ein berühmter Maler werden. Unterkunft findet er in einem abgetakelten Männerwohnheim. Hier trifft Herr Hitler, so der Name des Möchtegern-Künstlers, auf eine illustre Gesellschaft - allen voran der jüdische Bibelverkäufer Schlomo Herzl. Er ist es auch, der den jungen Hitler zu seinem Buch mit dem Titel "Mein Kampf" ermutigt, ihm seinen typischen Bart verpasst und schließlich sogar rät, sich als Politiker zu versuchen, nachdem ihn die Kunstakademie als Student abgelehnt hat ...

Nach dem gleichnamige Bühnenstück von George Tabori wollte Kieslowski-Schüler Urs Odermatt ("Wachtmeister Zumbühl") wohl die Theaterfarce als Film umsetzten. Das ist ihm leider nur in sehr wenigen Momenten gelungen. Immer wieder sieht man, dass es an Geld fehlte, die Darsteller chargieren bis zum Erbrechen (sogar Götz George als Schlomo wirkt deplaziert wie selten), die Sprüche sind derart platt, dass sie schon fast einer Beleidigung der menschlichen Intelligenz gleichkommen. Taboris Farce verkommt hier in der Tat zur filmisch-grotesken Farce. Schade, das hätte durchaus ein böser Spaß werden können.

Foto: Jasmin Morgan

Darsteller
Götz George in seiner Erfolgsrolle als TV-Kommissar Schimanski.
Götz George
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Simon Schwarz
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Schauspieler Tom Schilling.
Tom Schilling
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