Gerade erst entlassen, träumt ein TV-Reporter von seinem Durchbruch und hält deshalb alles auf Video fest, was sich ihm bietet: Sein Sohn, der von Gleichaltrigen verprügelt wird, seine aufgestauten Agressionen dann aber an der drogensüchtigen Mutter ablässt, seine Tochter, die auf dem Strich geht usw. Als dann eines Tages ein seltsamer Fremder sich in das traute Familienleben einschleicht, eskaliert die Situation und der Vater wird gar zum Mörder...

Takashi Miike, Japans derzeit schockierendster Filmemacher, zeigt hier eine völlig kaputte Gesellschaft. Doch was als Satire angelegt ist, legt offensichtlich mehr Wert auf Tabubrüche, als auf inhaltliche Schlüssigkeit. So wird hier einschließlich ekliger Nekrophilie nicht außen vor gelassen um das Publikum zu provozieren. Doch reicht Provokation als Selbstzweck für einen guten Film längst nicht aus.