Wenn die moderne Zivilisation in sich zusammenfällt, wie geht es dann mit den Menschen weiter? Wie sieht die Welt aus, 28 Tage nach der großen Katastrophe? Wie nach 28 Wochen? Nach 28 Jahren? Bislang drei "28"-Horrorfilme erörterten dieses Thema, alle gemeinsam ausgehend von einem Worst-Case-Szenario mit "Wut-Virus" und Zombie-Apokalypse. Aber es gibt in dieser kaputten Welt voller Schrecken und Grausamkeiten noch einiges mehr auszuleuchten, deshalb geht das Franchise nun mit "28 Years Later: The Bone Temple" in die vierte Runde.
Danny Boyle und Alex Garland waren 2002 die kreativen Köpfe hinter dem Auftaktfilm "28 Days Later". Mit der Fortsetzung "28 Weeks Later" (2007) hatten sie nicht mehr viel zu tun, dann aber kehrten Boyle und Garland 2025 mit "28 Years Later" zurück. Der Film wurde von Fans und Kritik sehr wohlwollend aufgenommen und sollte den Auftakt einer neuen Trilogie bilden. Die Dreharbeiten zu "28 Years Later: The Bone Temple" begannen direkt im Anschluss an die Produktion von "28 Years Later". Wieder schrieb Alex Garland das Drehbuch, den Regie-Posten überließ Danny Boyle diesmal jedoch seiner amerikanischen Kollegin Nia DaCosta ("Candyman", "The Marvels").
Anknüpfend an die Ereignisse des Vorgängerfilms, steht wieder Ralph Fiennes als ehemaliger Arzt Dr. Ian Kelson im Fokus. Der Forscher sucht weiterhin seine eigenen Wege im Umgang mit dem "Wut-Virus" – was dabei in "The Bone Temple" herauskommt, könnte "die bekannte Welt nachhaltig verändern". Der junge Spike (Alfie Williams) schließt sich derweil dem Kult von Sir Jimmy Crystal (Jack O'Connell) an, um sich irgendwie in dieser dystopischen, lebensfeindlichen Welt behaupten zu können. Und, für Fans der "28"-Reihe besonders spannend: Auch Oscar-Gewinner Cillian Murphy ("Oppenheimer"), seinerzeit Hauptdarsteller in "28 Days Later", kommt in "The Bone Temple" wieder zu einem kleinen Auftritt. Im dritten Teil der neuen Trilogie, der sich bereits in der Entwicklung befindet, soll Murphy sogar wieder eine Hauptrolle spielen.