1919 veröffentlichte Virginia Woolf (1882-1941) ihren zweiten und insgesamt längsten Roman "Night and Day", in dem sie dem alltäglichen Leben der beiden privilegierten Frauen Katharine Hilbery und Mary Datchet ihren Wunsch nach Liebe und ihr Verlangen nach Freiheit und Frauenrechten gegenüberstellt. Die iranisch-britische Filmemacherin Tina Gharavi ("Queen Cleopatra") inszenierte die Geschichte nun erstmals für die große Leinwand, wobei sie und Drehbuchautorin Justine Waddell die Geschichte vor allem auf die junge Katherine, gespielt von Haley Bennett, fokussieren.
Sie ist fasziniert von Astronomie und Mathematik und träumt insgeheim von einer akademischen Karriere. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts haben die Londoner Gesellschaft und ihr Vater Terrence (Timothy Spall) andere Pläne für Katherine. Nachdem sie auf einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft, die nur Männern vorbehalten ist, erwischt wird, soll sie ihren Freund William Rodney (Jack Whitehall) heiraten. Der entwickelt allerdings Gefühle für eine andere Frau, und auch Katherine denkt gar nicht daran. Sie fühlt sich stattdessen zum Rechtsanwalt Ralph Denham (Elyas M'Barek) hingezogen. In ihrem Streben nach Unabhängigkeit wird Katherine von der Frauenrechtlerin Mary unterstützt. Sie wird gespielt von Sängerin Lily Allen, die für die britisch-irisch-deutsche Produktion zum dritten Mal als Schauspielerin vor der Filmkamera stand.