Jeder, der es selbst erlebt hat, weiß: Wenn eine große Liebe zerbricht, ist das alles andere als lustig. Aber Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Das mag wohl auch ein Grundgedanke hinter "Is This Thing On?" sein. Da geht's um einen fürchterlich armen Tropf, der eines Tages feststellt, dass seine Ehe im Eimer ist, und bei dem Versuch, sich irgendwie in seinem Elend zurechtzufinden, macht der Mann daraus eine Comedy-Show.
"Ich glaube, ich lasse mich scheiden": So startet Alex (Will Arnett), leicht angetrunken und kaum wissend, was er da eigentlich macht, in seinen allerersten Stand-up-Comedy-Auftritt in irgendeinem dunklen Keller in New York. Nach verhaltenen ersten Sekunden kommen dann auch die ersten Lacher. Es funktioniert: Alex erzählt vom Scherbenhaufen seines Lebens und kann so auch anfangen, die Dinge neu zu sortieren – auf der Bühne und daneben: Er und Tess (Laura Dern) wollen Freunde bleiben und weiterhin als Team zusammenarbeiten, schließlich haben sie zwei zehnjährige Söhne.
"Is This Thing On?" (übersetzt "Ist dieses Ding an?") ist inspiriert vom Leben des britischen Komikers John Bishop und auch jenseits der erstklassig besetzten Hauptrollen eine echte Hochkaräter-Produktion: Nach den Erfolgen von "A Star Is Born" und "Maestro" handelt es sich bei der jazzig-charmanten Tragikomödie um die dritte Regiearbeit von Bradley Cooper, der gemeinsam mit Will Arnett und Mark Chappel auch das Drehbuch schrieb und selbst eine Nebenrolle übernahm. Darüber hinaus sind Cooper und Arnett auch als Produzenten an dem Projekt beteiligt, das nach der Premiere beim New York Film Festival überwiegend positive Kritiken erntete.