Sophie Marceau

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Beauty aus Frankreich: Sophie Marceau
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com
Sophie Marceau
Geboren: 17.11.1966 in Paris, Frankreich

Selbst im schmucklosen Kleid der Novizin ist Sophie Marceau, (ursprünglich Sophie Maupu) in "D'Artagnans Tochter" (1994) eine schöne Frau. Bald wird sie als Eloise das Kloster in Perigord verlassen, sich als Mann verkleiden und den Mord an der Äbtissin rächen. Ihr zur Seite steht Philippe Noiret als D'Artagnan, der Held, der einst mit seinen Freunden, - den Musketieren Aramis, Athos und Porthos - ganz Frankreich als Frauenliebling und Degen-Held unsicher machte. Jetzt erwachen Abenteuerlust und Rachedurst in Eloise, und da sie in einem blutbefleckten Zettel eine chiffrierte Botschaft vermutet, macht sie sich auf, ihren Vater zu suchen und um Hilfe zu bitten. Mit dem komödiantisch angehauchten Mantel-und-Degen-Film Bertrand Taverniers entdeckt Frankreichs Publikumsliebling Sophie Marceau ein neues Genre für sich.

Bereits ihr erster Film beschert dem Ex-Teenie-Star großen Erfolg: In Claude Pinoteaus "La Boum - Die Fete - Eltern unerwünscht" (1980) spielt sie sich als verliebte 13-jährige in die Herzen des Kinopublikums. Nicht nur die Fortsetzung des Kassenschlagers ("La Boum II - Die Fete geht weiter"), sondern auch viele weitere Rollen machten die junge Sophie zum unverwechselbaren Star. Als Andrzej Zulawski, mit dem sie eine Zeitlang zusammenlebt, sie in einigen seiner Erotikfilme (wie etwa "Meine Nächte sind schöner als deine Tage", 1989) besetzt, verändert das nicht nur ihr Image, sondern auch ihr Leben. So erlaubt ihr etwa das Drama "Liebe und Gewalt" (1985) bisher unbekannte Seiten von sich zu zeigen. Sophie: "In mir spürte ich eine Gewalt, eine Wildheit, zugleich Hoffnungslosigkeit. Durch diesen Film entdeckte ich, was ich alles tun kann."

Dies zeigte sie auch in dem gelungenen Historiendrama "Revolution und Leidenschaft" (1988) von Philippe de Broca, in dem sie erneut mit Philippe Noiret vor der Kamera stand. Eine dankbare Rolle hielt 1992 Regisseur Alexandre Jardin für Sophie bereit. In "Fanfan und Alexandre" ist sie die lebenslustige Fanfan, die von den dem gelangweilten Alexandre alias Vincent Pérez vergöttert wird. Doch die beiden haben ein Problem: Alexandre will nicht mit ihr ins Bett...

Nicht nur auf der Leinwand, sondern auch auf der Bühne feiert Sophie Erfolge. Ihr erster Auftritt in "Eurydice" bringt ihr den "Molière" ein, den Preis für den Nachwuchsstar. In George Bernard Shaws "Pygmalion" fühlt sie wie die Protagonistin Eliza. "Wie sie wollte ich immer frei sein. Es ist die Suche nach dem Glück, die uns verbindet." Weltweit bekannt wurde Sophie als Partnerin von Mel Gibson in seinem preisgekrönten Historien-Epos "Braveheart" (1995) und in Bernard Roses "Anna Karenina" nach Tolstoi. Im gleichen Jahr spielte Sophie Marceau in einem weiteren Historiendrama: In Véra Belmonts "Marquise - Die Rolle ihres Lebens" glänzte sie als Tänzerin und Dirne, die im vorrevolutionären Frankreich auf den Theatermacher Molière trifft.

1997 sah man sie in William Nicholsons "Verborgenes Feuer" und 1999 an der Seite von Pierce Brosnan in dem James-Bond-Abenteuer "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug". Sehenswert war auch ihr Auftritt in der Komödie "Ein Sommernachtstraum" (1999) und in dem berauschenden Fantasywerk "Belphégor - Das Phantom des Louvre" (2002) beeindruckte sie in der Rolle einer jungen Frau, von deren Körper die Titel gebende Mumie Besitz ergreift. Nach ihrer überzeugenden Hauptrolle als geheimnisvolle Femme fatale in dem spannenden Thriller "Anthony Zimmer" (2005) sah man Sophie Marceau in der Komödie "LOL" als gestresste Mutter mit Beziehungs- und Erziehungsproblemen, während sie in der Tragikomödie "Vergissmichnicht" (2010) als Karrierefrau brillierte, die über Briefe, die sie sich selbst als kleines Mädchen schickte, die wirklich wichtigen Dinge des Lebens wieder entdeckt.

Weitere Filme mit Sophie Marceau: "Fort Saganne", "Fröhliche Ostern" mit Jean-Paul Belmondo (beide 1984), "Der Bulle von Paris" (1985) mit Gérard Depardieu, "Um Mitternacht" (ungenannt, 1986), "Abstieg zur Hölle" (1986) mit Claude Brasseur als alternden Liebhaber, "Die Studentin" (1988), die Komödie "Pacific Palisades" (1989), "Im Schatten der Golanhöhen", "Blue Note" (beide 1991), "Jenseits der Wolken" (1994) - das Alterswerk von [pe.michelangelo_antonioni:Michelangelo Antonioni], das in Zusammenarbeit mit Wim Wenders entstand -, "Get the Dog - Verrückt nach Liebe" (1999), "Die Treue der Frauen" (2000), "Alex & Emma", "Je reste!", "Les Clefs de bagnole" (alle 2003), "À ce soir" (2004), "Female Agents - Geheimkommando Phoenix" (2008), "Auf der anderen Seite des Bettes", "Cartagena - Zwischen Liebe und Tod", "Don't look back - Schatten der Vergangenheit" (alle 2009).

Außerdem führte sie bei dem Kurzfilm "L'Aube à l'envers" (1995) selbst Regie und inszenierte mit "Parlez-moi d'amour" 2002 ihr Langfilmdebüt. Zu beiden Werken schrieb sie auch die Drehbücher.


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