Paris 1959: US-Jazz-Saxofonist Dale Turner kehrt - vom Alkoholmissbrauch gezeichnet - an die Stätte seines größten Triumphes zurück. Er soll im weltbekannten "Blue Note" auftreten. Durch Zufall hört ein junger Franzose von der Straße aus Dales geniales Spiel. Nachdem er diesen persönlich kennen- und schätzen gelernt hat, beschließt der Fan, den Musiker zu sich nach Hause zu holen. Und tatsächlich, Dale findet in dieser häuslichen Umgebung zu alter Leidenschaft und zu altem Ausdrucksvermögen zurück. Doch dann muss Dale nach New York zurück...

Die anrührende, leidenschaftliche und traurige Geschichte Dale Turners, der überzeugend echt von Jazzveteran Dexter Gordon gespielt wird, ist fiktiv und doch authentisch, weil sie teilweise Lebensgeschichten einiger der größten Jazzmusiker der Bebop-Ära widerspiegelt. Denn als Vorlage galten Lebensstationen der legendären Musiker Bud Powell und Lester Young. Regisseur und Jazzfan Bertrand Tavernier engagierte für seinen brillanten Jazzfilm fast alle wichtigen Jazzmusiker der Achtzigerjahre, um die unterschiedlichen Jazzclub-Szenen in Paris und in New York filmisch lebendig werden zu lassen. Ein exzellenter Schachzug seitens Tavernier war es, die Hauptrolle mit der Jazz-Größe Dexter Gordon zu besetzen. Die Filmmusik stammt von Herbie Hancock, der hier neben weiteren Jazz-Größen wie etwa Wayne Shorter, Freddie Hubbard, John McLaughlin, Ron Carter und Tony Williams auch im Film zu sehen ist.