Sechs Orte, sechs unterschiedliche Liebesgeschichten. So denkt etwa in Marseille Julie mit sehnsüchtiger Intensität an den jungen Rashid, während ein Computerbastler in Tokio unbändiges Herzklopfen spürt, wenn er seine Angebetete bei der Arbeit in einer Suppenküche beobachtet. Allerdings bringt er nicht den Mut auf, seine große Liebe anzusprechen. Dagegen steht in New Yorker Taxifahrer vor dem emotionalen Abgrund seiner eifersüchtigen Liebe zu einer schönen Frau, und ein älterer Herr in Luxemburg gelingt es endlich, seine Gefühle für einen jungen Mann zu zeigen ...

Eine Regiearbeit um das universelle Thema Liebe von Thomas Woschitz, der dafür 2009 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Der Regisseur aus Österreich nehme die Zuschauer "mit auf eine große Reise und wirft an allen Schauplätzen einen lebensklugen Blick auf die Liebe, auf die Verwirrungen, die Verrücktheiten und Vergeblichkeiten", so urteilte die Jury. Unterstützt von der nicht immer gelungenen Musik der Klagenfurter Rockband Naked Lunch entstand ein konzeptionell zwar interessanter, aber besonders schauspielerisch und inszenatorisch nicht immer überzeugender Mix aus Roadmovie, Episoden- und Musikfilm.

Foto: Neue Visionen