Claude Brasseur
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Claude Brasseur

Lesermeinung
Geboren
15.06.1936 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich
Gestorben
22.12.2020 in 
Sternzeichen
Biografie

Claude Brasseur war belastet vom Ruhm seiner Eltern: Pierre Brasseur und Odette Joyeux gehörten zur Spitzengarde der Pariser Schauspielerzunft. Er besuchte das Pariser Konservatorium, trat nebenbei auf Avantgarde-Bühnen auf, leistete drei Jahre Militärdienst und spielte 1956 zum ersten Mal in dem Film mit dem beziehungsreichen Titel "Zum Glück gibt es ihn doch".

Es dauert lange bis Claude Brasseur sein eigenes Charakterfach entdeckt: Im Gegensatz zu seinem Vater setzt er auf moderne Figuren, doch ausgerechnet zwei ganz andere Rollen bedeuten einen wichtigen Schritt in seiner Karriere. Neben seinem Vater ist Claude in Georges Franjus subtilem Horrorfilm "Augen ohne Gesicht" (Im Kino lief der Film bei uns unter dem schrecklichen Titel "Das Schreckenshaus des Dr. Rasonoff") zu sehen, in Yves Allegrets Emile-Zola-Verfilmung "Germinal" spielt er 1963 den brutalen Cheval, den Gegenspieler des Sozialisten Lantier, gespielt von Jean Sorel.

Die französische Kritik entdeckt Claude Brasseur als Partner von Anna Karina und Sami Frey in Jean-Luc Godards "Die Außenseiterbande" (1964). Das Publikum begeistert er an der Seite von Jean Rocheford in Yves Roberts Komödie "Ein Elefant irrt sich gewaltig" (1976), mit dem französischen Filmpreis César wird er für den gesellschaftskritischen Krimi "Der Polizeikrieg" (1979) ausgezeichnet, als Vater von Sophie Marceau in "La Boum - Die Fete - Eltern unerwünscht" erreicht er schließlich das Charakterfach. Als er Jahre später in "Abstieg zur Hölle" Marceaus versoffenen Ehemann spielt, sorgt dies in Frankreich für einen Skandal: Wie kann ein Mann, der schon den Vater spielte, jetzt Ehemann und Liebhaber sein?

Weitere Filme mit Claude Brasseur: "Die sieben Todsünden" (1961), "Wir fahren nach Deauville" (1962), "Cathérine - Ein Leben für die Liebe" (1968), "Ein schönes Mädchen wie ich" (1972) "Eiskalt wie das Schweigen", "L' agression", "Gefährlich lebt sich's besser" (alle 1974), "Ein Koffer aus Lausanne" (1975), "Der große Angeber" (1976), "Eine einfache Geschichte", "Wir kommen alle in den Himmel" (beide 1977), "Das Geld der Anderen", "Lautlose Angst" (beide 1978), "Auf Wiedersehen, bis Montag", "Hummer zum Frühstück" (beide 1979), "Die Bankiersfrau", "Verdammt zum Schafott" (beide 1980), "L'Ombre Rouge" (1981), "Die Handlanger", "La Boum II - Die Fete geht weiter" (beide 1982), "Der schöne Schein des Reichtums" (1983), "Auf der Spur des Leoparden" (1984), "Die Dame vom Palace-Hotel", "La Gitane" (beide 1985), "Radio Corbeau", "Waffenbrüder" (beide 1988), "Schmutzige Engel" (1991), "Eins, zwei, drei, Sonne" (1993), "Der Winkeladvokat" (1995), "Le plus beau pays du monde" (1998), "Debandade", "Julien" (beide 1999), "Milch der Zärtlichkeit" (2001), "Chouchou" (2003), "Soraya", "Malabar Princess" (beide 2004), "L' amour aux trousses", "Edda", "Les parrains" (Stimme, alle 2005), "Fauteuils d'orchestre", "Camping", "Ein perfekter Platz" (alle 2006).

Filme mit Claude Brasseur

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