Claude Rich

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Kommt ganz schön ins Schwitzen bei diesem Anblick - Claude Rich in "Diamanten-Billard"
Claude Rich
Geboren: 08.02.1929 in Orgeval, Straßburg, Frankreich

1949 beginnt der Bankangestellte Claude Rich eine Ausbildung am Konservatorium bei Charles Dullin. Nach dem Abschluss 1953 spielt er an verschiedenen Pariser Bühnen, vornehmlich in modernen Stücken. Er wird Mitglied des Theatre National Populaire, und schon bald tritt er auch mit eigenen Stücken in Erscheinung. Er gilt als vielseitiger, beliebter und hochtalentierter Schauspieler, der im Kino mit wenigen Ausnahmen nur in kleineren, aber sehr präzisen Charakterrollen zu sehen ist. Schon bald macht er sich als charmanter oder draufgängerischer Liebhaber und als Komiker einen Namen. "Alles Gold dieser Welt" (1961) heißt René Clairs hintergründige Bauernkomödie, in der Claude Rich neben Philippe Noiret und Bourvil zu sehen ist. René Clair war auch der Regisseur, der ihm 1955 die erste Filmrolle in "Das große Manöver" mit Gérard Philipe gab.

Bei Jean Renoir spielt er 1962 in "Der Korporal in der Schlinge". In den Sechzigerjahren sieht man ihn in der Hauptrolle einer Reihe von Komödien, so in Jacques Baratiers "Diamanten-Billard" (1965), in Henri Colpis franco-rumänischem Film "Der Stern ohne Namen" (1966) an der Seite von Marina Vlady sowie in Edouard Molinaros "Oscar" (1967), bei dem er schon in dem Brigitte-Bardot-Film "Jagd auf Männer" (1964) aufgetreten war. Für seine Rolle in Alain Resnais' "Ich liebe, ich liebe dich" erhält er 1968 den Darstellerpeis auf dem Filmfestival in San Sebastian. 1975 spielt er bei Pierre Granier-Deferre in dem Lino-Ventura-Film "Adieu, Bulle", 1977 in Pierre Schoendorffers "Der Haudegen" die Titelrolle. In Robin Davis' "Der Polizeikrieg" (1979) mimt er einen hinterhältigen Polizisten und den Gegenspieler von Claude Brasseur.

In Bertrand Taverniers "D'Artagnans Tochter" (1994) übernimmt er neben Philippe Noiret und Sophie Marceau die Rolle des Fürsten von Crassac. In den letzten Jahren wirkte er in einer Reihe französischer TV-Filme wie etwa "Le Jardin des Plantes" (1995) oder "Mon père avait raison" (1996) mit. 1998 verpflichetete Regisseur Roger Planchon Claude Rich für die "Toulouse-Lautrec"-Verfilmung, in der Rich die Rolle des Vaters von Toulouse-Lautrec übernahm. 1999 folgte ein weiterer historischer Stoff, diesmal die Rolle des Maître Plissoud in Josée Dayans Melodram "Balzac - Ein Leben voller Leidenschaft" und 2002 spielte er in der Comic-Verfilmung "Asterix & Obelix: Mission Kleopatra" die Rolle des gallischen Druiden Miraculix.

Weitere Filme von Claude Rich: "Fisch oder Fleisch" (1957), "Les tontons flingueurs" (1963), "Mata Hari - Agent H. 21" (1964), "Die Braut trug schwarz" (1967), "Jet Set", "La race des seigneurs" (beide 1973), "Die Kunst, verliebt zu sein" (1984), "Das weiße Geheimnis" (1985), "Vater werden ist doch schwer" (1989), "Bettkarriere", "Stirn et Stern" (beide 1990), "Tod eines Polizisten", "Les vacances de l'inspecteur Lester", "Radetzkymarsch" (alle 1994), "Die Auferstehung des Colonel Chabert", "Sag ja!" (beide 1995), "Der schöne Sommer" (1996), "Clarissa - Tränen der Zärtlichkeit" (beide 1997), "Le derriere" (1998), "Les acteurs" (2000), "Der Hals der Giraffe", "Ein König über den Wolken" (beide 2003), "Galilée ou l'amour de Dieu" (nur Regie), "Les rois maudits", "Das Parfüm der Dame in Schwarz" (alle 2005), "Herzen", "Ränkespiele der Macht" (beide 2006), "Voltaire und die Affäre Calas" (2007), "Und wenn wir alle zusammenziehen?" (2011).

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