Jacques Perrin

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Feierte seinen Durchbruch in Italien: Jacques Perrin, hier mit Geraldine Chaplin
Jacques Perrin
Geboren: 13.07.1941 in Paris, Frankreich

Der Satz vom Propheten, der nichts in seinem eigenen Lande gilt, solange er nicht in der Fremde Anerkennung und Bestätigung gefunden hat, lässt sich auch auf Perrin anwenden, der in Italien Karriere gemacht hat und dort hoch im Kurs steht, bevor er in seiner Heimat bekannt ist. Doch zunächst studierte der Sohn eines Theaterdirektors Schauspiel am Pariser Konservatorium.

1960 beginnt er seine Karriere in Valerio Zurlinis "Das Mädchen mit dem leichten Gepäck". An der Seite von Claudia Cardinale spielt er gleich die Hauptrolle. 1961 dreht er auf Korsika unter der Regie von Jacques Bourdon an der Seite von Anna Karina "Von der Sonne geblendet". Zurlini ist auch der Regisseur seines dritten Films "Tagebuch eines Sünders" (1962), in dem er neben Marcello Mastroianni vor der Kamera steht.

1966 erhält Perrin für "La busca" und Vittorio De Sicas "Un uomo a meta" den Darstellerpreis "Coppa Volpi", 1967 ist Perrin einer der meis tgefragten jungen Schauspieler in Italien. Jetzt entdeckt man auch in Frankreich, dass hier ein großes französisches Talent schlummert. Die Industrialisierung und Mechanisierung der italienischen Filmbetriebe hätte den still bescheidenen Schauspieler ohnehin bald aus der Stadt am Tiber vertrieben. In Paris hat er sich ganz bescheiden in einer Zwei-Zimmer-Wohnung am Stadtrand zurückgezogen, fern jeder Publicity. Er dreht einen bis drei Filme pro Jahr, darunter die beiden ersten Filme von Constantin Costa-Gavras "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1965) und "Ein Mann zuviel" (1966). Gavras' anspruchsvollen Politthriller "Z - Anatomie eines politischen Mordes" produziert er 1968 selbst.

Perrin spielt in Claude Chabrols "Demarkationslinie" (1966) und in Jacques Rouffios "Horizont" gemeinsam mit Macha Meril (1967), ein Jahr später folgt Jacques Demys Musical "Die Mädchen von Rochefort". Eine seiner brillanten Rollen spielt er an der Seite von Philippe Noiret 1988 in Giuseppe Tornatores "Cinema Paradiso". Mit Tornatore arbeitet Perrin 1990 in "Allen geht's gut" erneut zusammen.

Weitere wichtige Filme für den Schauspieler: Pierre Schoendorffers "317. Sektion" (1964), Konrad Wolfs "Goya" und Jacques Remys "Eselshaut", (beide 1970), Benoit Lamys "Trautes Heim" (1973), 1977 in Etienne Périers "Das gefährliche Spiel von Ehrgeiz und Liebe" mit Michel Piccoli und Claudia Cardinale, in "Verhängnisvolle Freundschaft" (1978) mit Geraldine Chaplin, in "Der Haudegen", "Verdammt zum Schafott" (1980), 1984 in Eli Chouraquis "Duett zu dritt" mit Catherine Deneuve, Christopher Lambert und Richard Anconina, sowie mit Alain Delon in "Der Panther" (1985).

1989 produziert er Gérard Viennes Dokumentarfilm über das Volk der Affen "Le peuple singe", dessen Kommentar Michel Piccoli spricht. Im gleichen Jahr spielt er auch in der Komödie "Geheimauftrag Erdbeer Vanille" , danach in "Straßenbekanntschaft" (1991), "Nichts als Lügen" (1991), "Ende der Unschuld" (1992), "Zeit des Zorns (1993) und "Spion in Schwarz" (1995). Danach machte er von sich reden, als er wiederum als Produzent die Dokumentationen "Mikrokosmos - Volk der Gräser" (1994) und dem Vogelfilm "Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel" (2001) vorstellte. Im gleichen Jahr stand er auch für "Pakt der Wölfe" vor der Kamera, bevor er in Werken wie der Krimiserie "Frank Riva - Der Mann aus dem Nichts" (2003) und in den Dramen "Wie in der Hölle" sowie "Eine fatale Entscheidung" (beide 2005) zu sehen war. Ein weiterer spektakulärer Naturfilm unter der Regie von Perrin entstand 2009 mit "Unsere Ozeane".

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