Vincent Cassel

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Bekam sein Talent in die Wiege gelegt: Vincent Cassel
Fotoquelle: Andrea Raffin/shutterstock.com
Vincent Cassel
Geboren: 23.11.1966 in Paris, Frankreich

Er ist der Sohn des großen französischen Charakterdarstellers Jean-Pierre Cassel: Vincent Cassel. Da er als Kind ein begeisterter schlechter Schüler war - "Ich war der Lieblingsfeind jedes Lehrers und wurde von einem Internat ins nächste abgeschoben" - machte er sich nach der Schule aus dem Staub: "Weg nach New York! Eine von meinem Vater geduldete aber nicht unterstützte Flucht."

Vincent Cassel studierte Schauspiel am Actor's Institute of New York, bevor er im Alter von zwanzig Jahren nach Frankreich zurückkehrte und zunächst von einem der größten des französischen Theaters unter die Fittiche genommen wurde, von Jean-Louis Barrault. Er wirkte in einigen von dessen späten Inszenierungen mit, darunter "Les oiseaux" und "Le théâtre de foire". Sein Filmdebüt gab Vincent Cassel 1989 in Didier Kaminkas "Vater werden ist doch schwer". 1991 spielte er in Philippe de Brocas Komödie "Gemischtes Doppel" an der Seite von Pierre Arditi, bevor man ihn 1992 in Josée Dayans Liebeskomödie "Die Schokoladenprinzessin" (1992) sah. Zu dieser Zeit lernte Cassel auch Regisseur Mathieu Kassovitz kennen.

Unkonventioneller Ermittler in "Die purpurnen Flüsse"

Gemeinsam drehten sie "Lola liebt's schwarzweiß" (1993), "Hass" (1994) und 2000 spielte er einen unkonventionellen Ermittler in "Die purpurnen Flüsse" an der Seite von Jean Reno. Die Zusammenarbeit war ein Karriereschub für beide. Cassel ist völlig unbeeindruckt vom Erfolg oder Misserfolg der Filme, in die er sich hineinbegibt: "Wichtig ist es, mit der Energie einer Arbeit, die du machst, zuverschmelzen." Die beiden Filme, mit denen er in der Vergangenheit am meisten verschmolz, waren "Hass" - ein Hit - und "Dobermann" (1997) - in kommerzieller Hinsicht ein ziemlicher Reinfall.

1995 gehörte Cassel zum Cast von James Ivorys Filmbiographie "Jefferson in Paris" mit Nick Nolte und Greta Sccachi. "Liebe und Lügen" (1996) ist ein Psychothriller, in dem Vincent Cassel durch Zufall einer Frau begegnet, die sich Jahre zuvor sang- und klanglos aus seinem Leben verabschiedet hatte... Am Set lernte Vincent Cassel übrigen seine spätere Ehefrau, das italienische Supermodel Monica Bellucci, kennen. Mit ihr stand er fortan häufiger gemeinsam vor der Kamera.

"Ich bin meine eigene Hoffnung"

1998 drehte Cassel mit "Shabat Night Fever" auch seinen ersten Kurzfilm als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Über das Etikett "Hoffnung des jungen französischen Film", das ihm in jenem Jahr angehängt wurde, macht er sich gerne lustig: "Ich bin meine eigene Hoffnung, das ist schon nicht schlecht."

Vincent Cassel beeindruckt vor allem durch seine Verkörperung historischer Figuren in den internationalen Großproduktionen "Elizabeth" (1998) mit Cate Blanchett sowie in Luc Bessons "Johanna von Orleans" (1999) an der Seite von Milla Jovovich und John Malkovich sowie in dem historischen Fantasy-Spektakel "Pakt der Wölfe" (2001). Grandios ist auch seine darstellerische Leistung in der Hauptrolle des knallharten Doppelthrillers "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" und "Public Enemy No. 1 - Todestrieb" (beide 2008).

Weitere Werke mit Vincent Cassel: "La Belle Anglaise" (TV-Serie, 1988), "Warburg: A Man Of Influence" (TV-Mehrteiler), "Un dimanche sans alles" (beide 1992), %Tödliche Dosis" (1993), "Elle voulait faire quelque chose", "3000 scénarios contre un virus" (TV-Serie, eine Folge), "Le juge est une femme" (TV-Serie, eine Folge), "Putain de porte" (alle 1994), "Ainsi soient-elles", "Valse nocturne", "Soif d'en sortir""Aventures dans le Grand Nord" (TV-Serie, eine Folge), "Seitensprung für Anfänger" (alle 1995), "L'Élève", "Come mi vuoi" (beide 1996), "Le Plaisir (et ses petits tracas)", "In Marseille wartet der Tod" (DVD-Titel: "Unruly - Ohne jede Regel"), "Compromis" (alle 1998), "Guest House Paradiso" (2000), "Shrek - Der tollkühne Held" (Stimme des Robin Hood im Original), "Birthday Girl", "Lippenbekenntnisse", "La Barbichette" (alle 2001), "The Reckoning", "Irreversibel" (beide 2002), "Spy Bound - Agenten im Schatten" (2003), "Blueberry und der Fluch der Dämonen", "Ocean's Twelve" (beide 2004), "Entgleist" (2005), "FBI Zoo" (Stimme), "Sheitan" (beide 2006), "Ocean's Thirteen", "Tödliche Versprechen" (beide 2007), "Sa majesté Minor" (2008), "A Deriva", "Les Lascars" (beide 2009), "Black Swan" (2010), "Eine dunkle Begierde", "Der Mönch" (beide 2011), "Trance - Gefährliche Erinnerung" (2013), "Die Schöne und das Biest" (2014) "Kind 44" (2015).


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