Als in einem Londoner Krankenhaus nach der Geburt eines Kindes die namenlose Mutter stirbt, will die Hebamme Anna (Naomi Watts, Foto mit Viggo Mortensen) mehr über die Verstorbene erfahren, um das Kind in den Schoß der Familie zurückzuführen. Das Tagebuch der Toten führt Anna zu einem russischen Restaurant und damit unversehens mitten in finstere Machenschaften der Russenmafia. Als ihr klar wird, dass das Tagebuch heikle Details über die russische Mafiafamilie enthält, bei denen der illegale Mädchen-Handel noch das kleinste aller Übel ist, gerät die couragierte Frau in höchste Lebensgefahr. Nur der schüchterne Chauffeur scheint ihr aus brenzligen Situationen zu helfen ...

Schon in David Cronenbergs bemerkenswerten "A History of Violence" spielte Viggo Mortensen die Hauptrolle. In diesem komplexen, harten wie authentischen Thriller fügt der Mime eine weitere brillante Facette seinem Oeuvre hinzu. Sein Porträt eines russisch-stämmigen Mannes in der Reihen der Londoner Mafia ist nicht nur äußerst ambivalent, sondern auch sehr körperlich. So schmerzt die Szene in der Sauna allein vom Zuschauen. Ein weiteres Meisterwerk von Cronenberg. Die kongeniale Musik stammt einmal mehr von Cronenbergs Dauer-Komponist Howard Shore.

Foto: Tobis