Den 34-jährigen Schriftsteller Louis (Gaspard Ulliel) führt es nach vielen Jahren zurück in seine Heimat. Doch die Rückkehr verspricht nicht nur Wiedersehensfreude, denn Louis hat eine traurige Nachricht im Gepäck: Er ist todkrank und wird nicht mehr lange leben.

Doch von Mitleid und Trauer ist kein Spur. Als er den Nachmittag im Kreise seiner Familie mit Mutter (Nathalie Baye), Schwester Suzanne (Léa Seydoux), Bruder Antoine (Vincent Cassel) und dessen Frau Catherine (Marion Cotillard) verbringt, wird die Vergangenheit auf den Tisch gebracht und zahlreiche wunde Punkte berührt.

Louis, der sich Unterstützung von seinen Liebsten erhoffte, trifft auf keinerlei Verständnis und Fürsorge, stattdessen wird die Situation nur schwieriger.

Neues Werk des gefeierten Regisseurs

Xavier Dolan gilt als Regie-Wunderkind. Mit seinen Filmen, die meist autobiografische Züge aufweisen, spricht er die heutige Generation Y an. Im Großteil der Streifen übernimmt er selbst die Hauptrolle und überzeugt dadurch absolut authentisch.

Anders in "Einfach das Ende der Welt": Hier holte er sich grandiose, prominente Schauspieler wie Marion Cotillard, Léa Seydoux und Vincent Cassel mit ins Boot. Das klingt erst einmal nach einem genialen Schachzug. Aber den bekannten Dolan-Flair sucht man hier vergeblich.

Das Familiendrama hinterlässt zwar ebenso wie seine Vorgänger eine nachdenkliche, melancholische Stimmung, trotzdem fehlt eben das gewisse Etwas, das Dolan zuvor in seinen Werken darlegte.