Tim Burton

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Eindeutig ein Cinemaniac: Regisseur Tim Burton
Fotoquelle: yakub88/shutterstock.com
Tim Burton
Geboren: 25.08.1958 in Burbank, Kalifornien, USA

Schon als Kind saß Regisseur Tim Burton tagelang vor dem Fernseher, um alte Cartoons und Horrorfilme zu sehen - der Beginn einer Passion. 1980 gewann er dann ein Stipedium an dem von Walt Disney gegründeten California Institute of the Arts. So bekam er schließlich auch bei den Disney-Studios einen Job als Zeichner, zu einer Zeit, in der es den Studios nicht sonderlich gut ging - der Mega-Hit "Arielle, die Meerjungfrau" lag schon einige Jahre zurück. So denkt Burton auch nicht gerne an die Zeit zurück, zumal niemanden seine damaligen Ideen - darunter befand sich immerhin auch ein Entwurf zu dem späteren Trick-Highlight "Nightmare Before Christmas" - interessierten.

Nachdem Burton 1982 Disney verlassen hatte, erntete er schnell Anerkennung mit seinem ersten Kurzfilm "Vincent" über Burtons Schauspieler-Idol Vincent Price, der hier sogar die Sprechrolle übernahm. Als unabhängiger Vertragspartner von Disney realisierte Burton dann den halbstündigen Cartoon "Frankenweenie" (1983), welcher jedoch für ein jüngeres Publikum als zu erschreckend eingestuft und wieder fallengelassen wurde. Doch die Warner Bros.-Studios - von "Frankenweenie" beeindruckt - suchten gerade einen Regisseur für eine Realverfilmung des Cartoons "Pee-wee Herman". So kam 1984 sein erster abendfüllender Spielfilm "Pee Wee's irre Abenteuer" zustande und das Werk wurde zu einem der größten Warner-Hits in der ersten Hälfte der Achtzigerjahre.

Anschließend drehte Burton mit Alec Baldwin und Geena Davis "Beetlejuice" (1987), eine Mischung aller "Shock Theatre"- Filme, die Burton einst als Kind so lange wach hielten. Der darauf folgende "Edward mit den Scherenhänden" (1990), von Johnny Depp meisterlich verkörpert, hatte wieder viel mit "Frankenweenie" gemein und zeigte außerdem Vincent Price in seiner letzten Rolle. Zu einem der renommiertesten Regisseure avancierte Tim Burton sicherlich durch seine beiden kommerziell überaus erfolgreichen "Batman"-Abenteuer ("Batman" - 1989 und "Batmans Rückkehr" 1992) mit Michael Keaton, der zuvor schon als Geist "Beetlejuice" mit Burton zusammen gearbeitet hatte. Danach gaben ihm die Disney Studios, die ihn einst wie eine heiße Kartoffel fallen ließen und sein "Halloween"-Konzept abgelehnt hatten, nun die carte blanche, damit er sein Projekt produzieren konnte. So kam dann 1993 der aufwendige Stop-Motion-Trickfilm "Tim Burton's Nightmare Before Christmas" doch noch zustande und Disney nahm außerdem "Frankenweenie" in den Verleih.

In Burtons Karriere gab es aber auch einige Fehltritte, wie "Family Dog" (1993), eine TV-Cartoon-Serie, die von Steven Spielberg co-produziert wurde und dem Spruch "zuviele Köche..." eine neue Bedeutung gaben. Und da ist der langweilige "Cabin Boy" (1994), den Burton als Vehikel für Chris Elliott coproduzierte. Mit seinem Film "Ed Wood" (1994), erneut mit Johnny Depp in der Hauptrolle und Martin Landau in seiner Oscarrolle als Bela Lugosi, stieg in Kritiker- und Cineasten-Kreisen die Meinung über Tim Burton wieder gewaltig. Denn die Episoden aus dem Leben des visionären, aber gescheiterten Filmemachers Edward D. Wood Jr. - als schlechtester Filmemacher aller Zeiten gefeiert - wurde eine der besten Filmbiographien, die jemals gedreht wurden.

1996 kehrte Burton noch einmal zu dem Animationsstil von "Nightmare Before Christmas" zurück und produzierte eine wunderbare Adaptation von Roald Dahls düsterem Kinderbuch "James und der Riesenpfirsich". Außerdem hatte er im gleichen Jahr viel Spaß bei der brillant besetzten Umsetzung von "Mars Attacks!" (1996) einer Persiflage und gleichzeitig Hommage an Sciencefiction-Horror-Filme der Fünfzigerjahre, der allerdings durch den Mega-Hit "Independence Day" in den Schatten gestellt wurde. Danach folgte (1999) nach einen Schauerroman Washingtin Irvings "Sleepy Hollow" (1999) wieder mit Johnny Depp, Christina Ricci und Miranda Richardson, "Planet der Affen" (2001) war ein nicht immer gelungenes Remake des gleichnamigen Planet der Affens von Franklin J. Schaffner aus dem Jahr 1967, während "Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht" (2003) eine manchmal bizarre Hommage an die Macht der Fantasie und der Meisterstreich Burtons ist!

Wieder mit Dauerdarsteller Depp entstand 2005 das bildgewaltige, detailfreudige und überaus verspieltes Fantasy-Werk "Charlie und die Schokoladenfabrik", und noch im gleichen Jahr lieferte Burton mit "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" erneut ein geniales Stop-Motion-Werk in der Tradition von "Nightmare Before Christmas" und "James und der Riesenpfirsich". In dem blutrünstig-bizarren Thriller "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" (2007) wütete Johnny Depp in der Rolle des titelgebenden Barbiers und in dem brillanten Fantasy-Werk "Alice im Wunderland" (2010), das weltweit über eine Milliarde Dollar in die Kinokassen spülte, verkörperte die wunderbare Mia Wasikowska das Mädchen, das fantastische Abenteuer erlebt.

Natürlich war es 2012 wieder Johnny Depp, der in der gelungenen Horrorkomödie "Dark Shadows" in die Rolle eines junges Mannes, der durch einen Fluch zum Vampir wird und erst 200 Jahre, nachdem man ihn in einem Eisensarg vergraben hat, durch Zufall befreit wird ... Zurück zu seinen Wurzeln begab sich Burton schließlich mit "Frankenweenie" (2012), wieder ein brillanter Stop-Motion-Film und gleichzeitig eine wundervolle Hommage an den klassischen Horrorfilm, in dem er seinen gleichnamigen, halbstündigen Cartoon "Frankenweenie" (1983) als Kinofilm verarbeitete.

Weitere Werke von Tim Burton: "Aladdin and his wonderful Lamp" (1984, TV-Arbeit), "Alfred Hitchcock presents" (1985, TV-Arbeit), "Batman - The animate series" auch bekannt als "The Adventures Of Batman & Robin" (1992, TV-Zeichentrickserie; nur Produktion) und "Batman Forever" (1995, nur Produktion).


Zur Filmografie von Tim Burton
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