Britischer TV-, Kino- und Theatermime: Michael Sheen.
Fotoquelle: Jaguar PS/shutterstock.com

Michael Sheen

Lesermeinung
Geboren
05.02.1969 in Newport, Gwent, Wales, Großbritannien
Alter
52 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Der britische Theater, TV- und Kinomime Michael Sheen hat nichts mit der amerikanischen Schauspielerfamilie um Martin Sheen zu tun, gleichwohl braucht er sich hinter dieser Schauspieldynastie nicht zu verstecken, kann er selbst doch schon auf eine Reihe von Rollen in preisgekrönten Theater- und Kinostücken zurückblicken. Sheen, der aus Wales stammt und in Port Talbot aufwuchs (die Geburtsstadt der prominenten Kollegen Richard Burton und Anthony Hopkins), absolvierte seine Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art in London, wo er im zweiten Ausbildungsjahr für seine durchweg hervorragenden Darstellungen das begehrte Laurence-Olivier-Stipendium erhielt. Noch als Schauspielschüler sah man ihn 1991 in einer Hauptrolle neben Vanessa Redgrave in "When She Danced", womit er sein Debüt im Londoner West End gab.

Und auch in der Folgezeit triumphierte Sheen auf den Bühnen. So erhielt er Olivier-Award-Nominierungen für seine Rolle als Mozart in Peter Halls "Amadeus", für "Blick zurück im Zorn" und "Caligula". Wahre Lobeshymnen gab es darüber hinaus für seine Rollen in "Romeo and Juliet", "Peer Gynt" und "Henry V". 1999 schließlich hatte Michael Sheen den Olymp eines jeden Theaterschauspielers in Übersee erklommen: Er gab sein Broadway-Debüt mit der erneuten Titelrolle in "Amadeus". Für Furore sorgte daneben seine Rolle des David Frost in Peter Morgans Broadway-Inszenierung von "Frost/Nixon", für die Sheen unter anderem von der Drama League für den Distinguished Performance Award nominiert wurde. Zuvor war Sheen für diese Rolle im Londoner West End schon als bester Schauspieler für die Olivier Awards und Evening Standard Awards vorgeschlagen worden.

Zu dieser Zeit hatte Sheen allerdings auch schon in der TV- und Filmszene Fuß gefasst, so sah man ihn etwa schon 1995 in Stephen Frears' Gruselmär "Mary Reilly" mit Julia Roberts und John Malkovich vor der Kamera, und Oliver Parker besetzte ihn nach seinem gelungenen Kinofilmdebüt in der Shakespeare-Verfilmung "Othello" an der Seite so berühmter Kollegen wie Laurence Fishburne, Irène Jacob und Kenneth Branagh. Mit seiner ehemaligen Bühnenpartnerin Vanessa Redgrave gab es 1997 ein Wiedersehen am Set von Brian Gilberts ambitionierter Filmbiografie "Oscar Wilde", in der Stephen Fry in der Titelrolle brilliert.

Nach seinen Theatererfolgen in Amerika waren auch US-Regisseure auf Michael Sheen aufmerksam geworden, sein US-Debüt gab er allerdings erst 2002 in Shekhar Kapurs Kriegsdrama "Die vier Federn", für das er mit dem viel zu früh verstorbenen Heath Ledger vor der Kamera stand. Mit seiner damaligen, langjährigen Freundin Kate Beckinsale (die beiden haben eine Tochter, die bei Kate lebt) drehte Sheen im Anschluss den belanglosen Horror-Actioner "Underworld" (2003) und erneut unter der Regie von Stephen Frears überzeugte er in dem Dokudrama "Doppelspitze" (ebenfalls 2003) als britischer Premierminister Tony Blair.

Danach folgte Richard Donners oft holprig wirkende Zeitreise-Geschichte "Timeline" mit Paul Walker und Gerard Butler, bevor Sheen mit dem gut aufgelegten Hauptdarsteller-Duo Pierce Brosnan und Julianne Moore in Peter Howitts dennoch enttäuschender Komödie "Laws of Attraction" zu sehen war. Besser ist dagegen das prominent besetzte Kreuzritter-Epos "Königreich der Himmel" (2005) von Ridley Scott. Wieder mit seiner einstigen Lebenspartnerin Kate Beckinsale stand Sheen danach in der dem zweiten "Underworld: Evolution"-Streifen (2006) vor der Kamera, bevor er in Stephen Frears gefeierter Tragikomödie "Die Queen" erneut in der Rolle des Tony Blair brillierte. Das brachte ihm seine dritte BAFTA-Nominierung ein, zuvor war er bereits für "Dirty Filthy Love" (2005) und für die TV-Arbeit "Kenneth Williams: Fantabulosa!" (2006) vorgeschlagen worden. Ein großer Kritiker-Erfolg ist auch die Kino-Adaption "Frost/Nixon", in der Michael Sheen für Regisseur Ron Howard erneut in die Rolle schlüpfte, mit der er schon im Westend und am Broadway triumphierte.

Weitere Filme mit Michael Sheen: "Gallowglass" (1993), "Lost in France" (1998), "Heartlands - Mitten ins Herz" (2002), "Bright Young Things" (2003), "The Banker", "Dead Long Enough", "The League of Gentlemen's Apocalypse" (alle 2005), "Rom und seine grossen Herrscher", "HG Wells: War with the World", "The Battle for Rome" (Serie), "Blood Diamond" (alle 2006), "Music Within", "Airlock, or How to Say Goodbye in Space" (beide 2007), "Underworld: Aufstand der Lykaner", "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" (beide 2009), "Alice im Wunderland" (Sprecher im Original), "Tron: Legacy" (beide 2010), "Midnight in Paris", "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)" (beide 2011).

Filme mit Michael Sheen

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