Yves Montand

Yves Montand  in dem Klassiker "I... wie Ikarus" Vergrößern
Yves Montand in dem Klassiker "I... wie Ikarus"
Ivo Livi
Geboren: 13.10.1921 in Monsumagno, Italien
Gestorben: 09.11.1991 in Senlis, Frankreich

Er ist der Liebling seiner Generation, mit seinem Chansons trifft er das Pariser Lebensgefühl der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Seine meist zärtliche, zuweilen melancholische, aber immer melodische Stimme gehört damals zu Montmartre und Montparnasse wie Albert Camus und Jean Paul Sartre. Die Vorbilder des Sängers sind Maurice Chevalier und Fred Astaire, doch er hat seinen eigenen Sound gefunden, seine urfranzösischen Lieder sind Welthits, diese Melange gibt es seither nicht mehr. Der Mann mit dem großen, weiten Herzen und einem Lächeln auf den Lippen, das einem den Atem verschlägt, ist vor allem ein Frauenliebling und - ein Franzose durch und durch.

Dabei kommt Ivo Livi 1921 in einem kleinen Dorf in der Toskana zur Welt. Sein Vater ist auf der Flucht vor den italienischen Faschisten. In Marseille siedelt sich die Familie an. Ivos Jugend ist nicht ohne Not, dennoch verschleiern das die Eltern, wo es geht. Bereits mit 11 Jahren muss er die Schule verlassen, um als Laufbursche, Hafenarbeiter, Anstreicher und Friseur Geld zu verdienen. Mit 17 Jahren beginnt er zu singen, zuerst an Sonntagen in Hafenkneipen, später auf Vorortbühnen und Kabaretts. Dann geht er nach Paris und landet zuerst als Chansonnier im Théatre de l'Etoile. Seine erste One-Man-Show hat er 1951, in diesem Jahr heiratet er seine Partnerin Simone Signoret. Die hat es nicht leicht mit diesem Mann. Als Protegé von Edith Piaf erobert er die Musical Hall und Simone sieht über die vielen, vielen Affären hinweg.

Er ist Frankreichs großer Star auch nach dem Tod, denn er lebt in seinen Filmen, seinen Rollen auf der Leinwand und auf dem Bildschirm weiter. Man sieht ihn, wie er elegant und gewandt, charmant und ein wenig feurig auf eine Dame zugeht, sie anlächelt und dennoch diskrete Zurückhaltung wahrt, die des schweigenden Geniessers. In seinem vierten Film, Christian-Jacques poetischer Episodenfilm "Es geschah in Paris" (1950) fällt er schon auf, 1952 spielt er die erste Hauptrolle in Henri-Georges Clouzots Meisterthriller "Lohn der Angst". Wenn er zu Beginn des Films in der heruntergekommenen Kneipe mit der Bedienung - gespielt von Vera Clouzot, der Frau des Regisseurs - flirtet, so ist die Szene, die in diesem harten Männerfilm nur für ein paar Minuten im Raum steht, ein Stück Geschichte der Erotik im Kino.

Harte Männer spielt er auch neben Curd Jürgens in "Die Helden sind müde" (1955) von Yves Ciampi, in Costa-Gavras' "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1965) oder in "Z - Anatomie eines politischen Mordes" (1968) nach Jorge Semprun und immer wieder ist er der glühende Liebhaber von schönen Frauen wie Silvana Mangano in "Frauen und Wölfe"(1956), von Gina Lollobrigida in "Wo der heiße Wind weht" (1958) und Marilyn Monroe in George Cukors "Machen wir's in Liebe" (1960). Und er ist der Partner von Shirley MacLaine in "Meine Geisha" (1961) von Annie Girardot, in Claude Lelouchs "Lebe das Leben" (1967) und von Barbra Streisand in Vincente Minnellis "Einst kommt der Tag..." (1970).

Es gibt vor allem auch den politischen Yves Montand - im Kino wie im Leben: Er engagiert sich gegen Franco-Spanien in Alain Resnais "Der Krieg ist vorbei" und kämpferische Filme sind auch die Arbeiten, die er mit Costa-Gavras dreht: "Z - Anatomie eines politischen Mordes", "Das Geständnis" (1969) und "Der unsichtbare Aufstand" (1972). Er ist der glühende Sozialist und Kommunistenfreund - bis zum Einmarsch der Warschauer-Pakt-Armee in der CSSR durchaus ein Freund Moskaus.

Anders als viele seiner Kollegen stand Montand immer hinter seinen Taten, seinen Aussagen, seinem Engagement. Er ist kämpferisch und nie unkritisch, das macht sein Image aus. Kann die Kunst die Gesellschaft verändern? Fragte man ihn, und er sagte: "Sie kann helfen, zum Nachdenken anregen. Allerdings nicht viel. Das liegt auch daran, dass wir in den Medien ständig von Manipulationen vielfältiger Art umgeben sind. Ich sage Manipulation, nicht Lüge. Und das macht es schwieig, all das zu glauben, was man uns sagt."

Weiter Filme mit Yves Montand: "Chanson der Liebe" (1946), "Pforten der Nacht" (1946), "L'Idole" (1947), "Parigi è sempre Parigi" (1951), "Die rote Herberge" (1951, ungenannt), "Paris chante toujours!" (1952), "Tempi nostri" (1954), "Napoleon" (1955), "Die Blume der Nacht" (1955), "Die Windrose" (1957), "Die Hexen von Salem" (1957), "Die große blaue Straße" (1957), "Premier mai" (1958), "Lieben Sie Brahms?" (1960), "Geständnis einer Sünderin" (1961), "Der schöne Mai" (1963), "Brennt Paris?" (1965), "Grand Prix" (1966), "Ein Abend...ein Zug" (1968), "Pack den Tiger schnell am Schwanz" (1968), "Mr. Freedom" (1969), "Le Deuxieme proces d'Arthur London" (1969), "Vier im roten Kreis" (1970), "Die dummen Streiche der Reichen" (1971), "Alles in Butter" (1972), "Le Fils" (1972), "César und Rosalie" (1972), "Bonne Chance" (1974), Vincent, François, Paul und die anderen" (1974), "La Solitude du chanteur de fond" (1974), "Sondertribunal - Jeder kämpf für sich allein" (1975, ungenannt), "Die schönen Wilden" (1975), "Police Python 357", "Der große Angeber" (beide 1976), "Lohn der Giganten" (1977), "Straßen nach Süden" (1978), "I wie Ikarus" (1979), "Die Liebe einer Frau" (1979), "Feuer und Flamme" (1981), "Wahl der Waffen" (1981), "Kollege kommt gleich!" (1983), "Jean de Florette", "Manons Rache" (beide 1985), "Rückkehr eines Toten" (1991) und "IP 5 - Insel der Dickhäuter" (1991).

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