Jacques Brel

Lesermeinung
Geboren
08.04.1929 in Brüssel, Belgien
Gestorben
09.10.1978 in Seine-Saint-Denis, Ile-de-France, Frankreich
Sternzeichen
Biografie
Der poesievolle Sänger mit der melancholischen Stimme begann mit 38 Jahren eine Karriere als Filmschauspieler: André Cayatte besetzte ihn in seinem Film "Die Verleumdung" (1967) als Kleinstadtlehrer, den seine Schülerinnen bezichtigen, er habe sie unsittlich berührt. Brel spielte bei Molinaro in "Mein Onkel Benjamin" (1969) einen lebenslustigen Landarzt zur Zeit Ludwig XV. In dem Publikumshit "Die Filzlaus" (1973) war er der Partner von Lino Ventura.

An dessen Seite spielte er auch in Claude Lelouchs "Die Entführer lassen grüßen" (1972). Jacques Brel hatte für alle Filme, in denen er gespielt hat (mit Ausnahme desjenigen von Lelouch), die Musik selbst geschrieben und teilweise gesungen.

In zwei Filmen, führte der Belgier Jacques Brel selbst Regie, beide wurden bei uns nicht gezeigt: 1971 "Franz" und 1973 "Le far-west", der eine wunderbare Geschichte erzählt: Jacques und Gabriel treffen einander und verstehen sich auf Anhieb so gut, daß sie in den Westen aufbrechen, eine Mine finden und auf Gold stoßen. Ein Traum von der ewigen Jugend, von Buffalo Bill und Don Quichotte.

Als letztes von vier Kindern kommt Jacques Brel in einer Bürgerfamilie zur Welt. Sein Zwillingsbruder stirbt wenige Monate nach der Geburt. Jacques wird sehr religiös und streng in einem vornehmen Internat erzogen. Dort fällt er als Anführer einer Gruppe revoltierender Schüler auf. Während Europa von den Bombardements des Zweiten Weltkriegs erschüttert wird, widmet sich Jacques der schönen Literatur.

Kurz nach dem Krieg verläßt er das Internat und beginnt seinen steilen Aufstieg beim Theater. Immer mehr ergreift die Musik von ihm Besitz; er tritt in Cabarets und Nachtclubs auf. 1953 nahm er seine erste Platte auf und ging wenig später nach Paris, wo er einige Jahre später im "Olympia" seinen großen Durchbruch feiert. In seinen Liedern beschrieb er die Menschen so lebendig und wahr, dass uns "Madeleine", "Jef" oder "Mathilde" bis heute im Gedächtnis geblieben sind. In "Les vieux" und "Les Bourgeois" haben wir unsere Nachbarn erkannt. "Quand on n'a que l'amour", "Ne me quitte pas" und "La chanson des amants" sind wunderbare Liebeslieder. "Une valse à mille temps", "Amsterdam", "Le plat pays", "Les Bonbons" und "Au suivant" thematisieren die Freundschaft und bewegen tief. Jacques Brel wird als einer der führenden Chansonniers schließlich weit über Frankreich hinaus bekannt.

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