Kad Merad

Was für eine Überraschung - mit "Willkommen bei den Sch'tis" wurde Kad Merad auch über Frankreichs Grenzen bekannt. Vergrößern
Was für eine Überraschung - mit "Willkommen bei den Sch'tis" wurde Kad Merad auch über Frankreichs Grenzen bekannt.
Fotoquelle: andersphoto/shutterstock.com
Kaddour Merad
Geboren: 27.03.1964 in Sidi bel Abbès, Algerien
Sternzeichen: Widder

Man konnte wohl schon früh erkennen, dass der französische Schauspieler ein Talent dafür hat, andere zum Lachen zu bringen: Nachdem er als Unterhalter in mehreren Ferienclubs gearbeitet hatte, kam Merad 1991 zum Pariser Radiosender "Oui FM". Ab 1992 begann er zusammen mit seinem Kollegen Olivier Baroux als Duo "Kad et Olivier" mit der Produktion von Sketchen. Das Format wurde so erfolgreich, dass es ab 1998 auch im Fernsehen gezeigt wurde.

Nachdem sie mehrere TV-Shows wie "Les 30 dernières minutes" und "La grosse émission" produziert hatten, waren Merad und Baroux von 2003 bis 2004 Präsentatoren der TV-Show "Samedi soir en direct", der französischen Version von "Saturday Night Life". 2003 spielte Merad in zahlreichen Filmen mit, darunter der Krimi "Blutiges Erbe", "Rien que tu bonheur" und schließlich "Mais que a tué Pamela Rose?". Die Komödie, deren Drehbuch er schrieb und in der er auch die Hauptrolle übernahm, war sein Durchbruch im Filmgeschäft. 2004 folgte Christophe Barratiers "Die Kinder des Monsieur Mathieu" und die Komödie "Die Daltons gegen Lucky Luke". Im Jahr darauf spielte er in der Verfilmung von René Goscinnys "Isnogud - Der bitterböse Großwesir" (2005) erneut neben Oliver Baroux.

In der Scifi-Komödie "A Ticket to space" übernahm er eine Hauptrolle, ebenso in "Essaye-moi" (2005) und "Les irréducibles" (2006). Noch im selben Jahr bewies Merad, dass er auch in ernsten Rollen zu überzeugen weiß: Für seine Darstellung des Paul Tellier in dem Drama "Keine Sorge, mir geht's gut" gewann er den César als bester Schauspieler in einer Nebenrolle. Auch 2007 erhielt er mehrere Rollen in Filmen, so agierte er in "La tête de maman", der Komödie "Kann das Liebe sein?" (französischen Original: "Je crois que l'aime") neben Sandrine Bonnaire und Vincent Lindon sowie in "Ce soir, je dors chez toi".

"Willkommen bei den Sch'tis" (2008) bildet einen weiteren Höhepunkt in Merads Karriere: Seit "Titanic" ist die Komödie mit 20 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Kinofilm in Frankreich. Kad Merad spielt den Familienvater Philippe Abrams, der zwangsweise in die Provinz im Norden Frankreichs versetzt wird. Außerdem übernahm er die Hauptrolle in "Mes stars et moi" und im Drama "Paris, Paris! Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück" (alle 2008). In der Komödie "Der kleine Nick" (2009) spielt er den Vater von Niklas, der, im Glauben, er bekäme noch einen kleinen Bruder, völlig verzweifelt ist.

Weitere Filme und Serien mit Kad Merad: "Tribunal" (TV-Serie, 1991), "Jour de chance au bâtiment C" (1996), "Dialogue au sommet" (beide 1996), "Jeu de vilains" (1999), "La grand vie", "Faute de grive", "Caméra café" (TV-Serie), "La stratégie de l'échec", "Un gars, une fille" (TV-Serie, alle 2001), "La beuze", "Making of" (TV-Serie), "Visite guidée", "Les tombales" (alle 2002), "Bloody christmas", "Les clefs de bagnole", "Soyez prudents..." (TV-Serie), "Samedi soir en direct" (TV-Serie, alle 2003), "Monde exterieur" (2004), "Propriété commune", "Toilet Zone" (TV-Serie, beide 2005), "Bärenbrüder 2" (Sprecher), "J'invente rien", "Vögel des Himmels", "Pur week-end" (alle 2006), "3 amis" (2007), "Modern Love" (2008), "Safari", "R.T.T.", "Der kleine Nick" (alle 2009), "22 Bullets", "Fasten auf Italienisch" (beide 2010), "Krieg der Knöpfe" (2011), "JC - Play It Like Godard" (2012), "Super-Hypochonder" (2013).

Text: Angela Risthaus


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