Pierre Richard

Jetzt habe ich den schwarzen Schuh vergessen!
Pierre Richard als großer Blonder

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Jetzt habe ich den schwarzen Schuh vergessen! Pierre Richard als großer Blonder  
Pierre Richard Maurice Charles Leopold Defay
Geboren: 16.08.1934 in Valenciennes, Frankreich

Er liebt die Kürze: Pierre Richard, geboren als Pierre Richard Maurice Charles Leopold Defay, entschloss sich, seinen Künstlernamen aus den beiden ersten Vornamen zu kreieren. Zunächst besucht Richard Schauspielkurse bei Charles Dullin und Jean Vilar, bevor er kleinere Engagments in Pariser Kabaretts und der berühmten Oper erhält. Nach ersten Auftritten in "Heures chaudes" (1959), "Monocle blickt voll durch", "Ein Sarg aus Hongkong", "Das Geheimnis der chinesischen Nelke" (alle 1964), dann 1967 "Die Dirne und der Narr", "Testa di sbarco per otto implacabili" und schließlich in Yves Roberts "Alexander, der Lebenskünstler" wird das komödiantische Talent Richards immer deutlicher. Er mimt gerne den schmächtigen, zerstreut wirkenden Normalbürger, eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben scheint.

Er spielt bald an der Seite von Louis de Funès ("Balduin, der Sonntagsfahrer") und Jane Birkin, doch seinen Durchbruch feiert er mit seinem Regie-Debüt "Der Zerstreute". In dieser derben Komödie tritt er als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion auf. Über Europa hinaus wird er schließlich als "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (1972, Regie erneut Yves Robert) bekannt. Richard, der einen zerstreuten Geiger spielt, gerät hier durch ein Intrigenspiel ins Visier verfeindeter Geheimdienste. Große Erfolge erzielt er auch an der Seite von Gérard Depardieu in "Ein Tollpatsch kommt selten allein", "Zwei irre Spaßvögel" und "Zwei irre Typen auf der Flucht". Obwohl die Richard-Filme amerikanische Produzenten zu recht erfolgreichen Remakes inspirierten, ist es um den Mann, der die Tollpatschigkeit zu seinem Markenzeichen erhob, stiller geworden. Zuletzt versuchte er meist, von dem Tollpatsch-Image mit ernsten Rollen loszukommen.

Weitere Filme mit Pierre Richard: "Alfred, die Knallerbse" (1971, auch Regie und Buch), "Ich weiß von nichts und sage alles" (auch Regie und Buch), "Der Blonde mit dem blauen Auge" und "La raison du plus fou" (alle 1973), "Les Naufragés de l'île de la Tortue", "Der große Blonde kehrt zurück", "Der lange Blonde mit den roten Haaren", "Eine Wolke zwischen den Zähnen" (alle 1974), "Der Tolpatsch mit dem sechsten Sinn" (1975, auch Buch), "Trop c'est trop" (1975), "Ein Tolpatsch auf Abwegen" (1976), "On aura tout vu" (1976), "...und jetzt das Ganze noch mal von vorn" (1978, auch Regie und Buch), "Der Sanfte mit den schnellen Beinen" (1978), "Zwei Kamele auf einem Pferd" (1979, auch Regie), "Der Regenschirmmörder" (1980), "C'est pas moi, c'est lui" (1980, auch Regie und Buch), "Un chien dans un jeu de quilles" (1982), "Der Zwilling" (1984), "Meilensteine des Lebens" (1985, ungenannt), "Les Rois du gag" (1985, ungenannt), "Mange clous" (1988), "Bienvenue à bord!" (1990), "Bettkarriere" (1990), "On peut toujours rêver" (1990, auch Regie und Buch), "Vieille canaille" (1992), "La Cavale des fous" (1993, auch Buch), "La partie d'echecs" (1994), "Die Rezepte eines verliebten Kochs" (1996), "Droit dans la mur" (1998, auch Regie und Buch), "27 Missing Kisses", "Das Findelkind", "Scénario sur la drogue" (alle 2000), "Robinson Crusoe" (2002), "Transit" (2004), "Zooloo", "Détournement de mémoires" (beide 2005), "Le cactus", "Essaye-moi", "Die Schlange" (beide 2006), "Faits divers", "Dérives" (beide 2007), "Paris, Paris! Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück" (2008), "Und wenn wir alle zusammenziehen?" (2011).

Zur Filmografie von Pierre Richard Maurice Charles Leopold Defay
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