Der Kinohit "Ziemlich beste Freunde" machte ihn berühmt: Omar Sy.
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Omar Sy

Lesermeinung
Geboren
20.01.1978 in Trappes (Paris), Frankreich
Alter
43 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Der Schauspiel-Autodiodakt Omar Sy wurde an der Seite von François Cluzet im Kinohit "Ziemlich beste Freunde" über Nacht zum Star. Die Komödie brach in Frankreich sämtliche Rekorde und auch in Deutschland war der Film ein riesiger Erfolg. Die Komödie mit tragischen Elementen handelt von Driss (Sy), der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und notgedrungen einen Job als Krankenpfleger für den querschnittsgelähmten Baron Philippe (Cluzet) annimmt. Nach und nach entwickelt sich zwischen den zutiefst gegensätzlichen Charakteren eine innige Freundschaft.

Die Rolle von Driss wurde Sy von Oliver Nakache und Eric Toledano auf den Leib geschrieben. Und dementsprechend ging Omar in seiner Rolle auf. Kritiker loben das harmonische und dynamische Zusammenspiel der Hauptdarsteller und die gefühlvolle Darstellung der Geschichte. 2012 erhielt Omar für sein glänzendes Spiel als erster schwarzer französischer Schauspieler den begehrten César als bester Hauptdarsteller. Ein raketenhafter Aufstieg des zuvor unbekannten jungen Mannes.

Dabei hatte Omar ursprünglich einen ganz anderen Plan: Ingenieur werden, sein Diplom machen und im Senegal arbeiten. Doch dann brach er die Schule ab und begann als Moderator bei dem französischen Radiosender Nova. In der Sendung "Omar und Fred" von Jamel Debbouze lernte er schließlich Fred Testot kennen, der nicht nur sein Kollege sondern auch sein bester Freund werden sollte. Zusammen arbeiteten sie an der Entwicklung neuer Sendungen, wodurch sie schließlich beim französischen Pay-TV-Sender Canal+ landeten.

Durch die Komiker Eric und Ramzy kam Omar dann zu seinem ersten Kinoauftritt in der Komödie "Stirb nicht zu langsam" (2001). Seither war er in mehreren kleinen Rollen in Filmen und Serien zu sehen, bis ihn eines Tages die oben bereits erwähnten Regisseure Nakache und Toledano für einen Auftritt in dem Kinospaß "Hilfe, Ferien!" engagierten. Sy, der sich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht als Schauspieler sondern als Comedian bezeichnete, schlüpfte in der Jugendkomödie in die Hauptrolle des Joseph, der als Betreuer in einem chaotischen Ferienlager arbeitet. Weitere Projekte mit dem Duo Nakache/Toledano wie "Zwei ungleiche Freunde" (2005) folgten. Dazu Sy: "Mit ihnen habe ich viel gedreht, und weil ich nie Unterricht genommen hatte, habe ich von Film zu Film gelernt."

Bald war Sy immer häufiger im Kino zu sehen. So spielte er unter anderem in der Komödie "Seuls Two" (2007) von Ramzy Bedia und Eric Judor und in Jean-Pierre Jeunets skurrilem Spaß "Micmacs - Uns gehört Paris!" (2009). Darüber hinaus lieh er Figuren in den französisch-sprachigen Versionen von Filmen wie "Bolt - Ein Hund für alle Fälle" (2008), "Arthur und die Minimoys 2 - Die Rückkehr des bösen M" (2009) sowie "Marmaduke" (2010) seine Stimme.

Daneben arbeitete Sy weiterhin mit Fred Testot an seiner Comedy Sendung "SAV (Service aprés vente des émissions)", die heute noch in Frankreich zu sehen und nach wie vor sehr erfolgreich ist. Mittlerweile lebt Omar Sy mit seiner Frau Hélène und seinen vier Kindern in Los Angeles. Hier möchte er "ein paar Leute treffen, um vielleicht in Hollywood einen Fuß in die Tür zu bekommen". Dies ist ihm bereits gelungen, denn 2014 wird er unter anderem in "X-Men: Days of Future Past" in den Kinos zu sehen sein. Was andere über seinen Erfolg denken, ist dem 35jährigen Franzosen egal: "Das ist mein Leben. Wenn ich nur noch das machen würde, was die Leute von mir erwarten, wäre das doch der Anfang vom Ende". In Zukunft werden wir wohl noch einiges von Omar Sy hören und sehen.

Weitere Filme mit Omar Sy: "Ball & Chain - Zwei Nieten und sechs Richtige" (2002), "La beuze" (2003), "Coming-Out" (2004), "Le carton" (2004), "Die Tuschs - Mit Karacho nach Monaco!" (2011), "Crazy Pink Limo" (2012), "Les seigneurs" (2012), "Mais que a re-tué Pamela Rose?" (2012), "Ein Mordsteam" (2012), "Der Schaum der Tage" (2013), "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" (2014), "Jurassic World", "Im Rausch der Sterne" (2015).

Text: Maren Selbst

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