Die beiden Freunde Shad und Otho verlassen ihre Heimat an der Elfenbeinküste und wollen in Europa ihr Glück versuchen, um bald als gefeierte Helden zurückzukehren. Doch als illegale Einwanderer bleibt ihnen auch nur illegale Arbeit. So betreiben sie in Spanien ein Taxiunternehmen für illegale Einwanderer. Als die Polizei auftaucht, wird Otho verhaftet und später abgeschoben. Derweil muss sich Shad dem ernüchternden Alltag stellen. Mit der hübschen Tango geht er schließlich nach Paris. Doch auch dort ist nicht das erhoffte Paradies. Im Gegenteil...

Die Dokumentarfilm-erfahrene Eliane de Latour entwarf mit diesem Werk ein ernüchterndes Sozialporträt mit all seinen Schattenseiten. Bereits mit ihrem Spielfilmdebüt "Bronx-Barbès" ging es um zwei befreundete Teenager aus der Elfenbeinküste. Wie schon beim Debüt entglitt der Filmemacherin allerdings der Sinn für Dramaturgie. Denn auch hier verzettelt sie sich mit zahlreichen Nebenfiguren. Dennoch: der kritische Umgang mit der Floskel "Geld regiert die Welt" ist ein Blick wert.

Foto: Freunde d. dt. Kinemathek