Den ganzen Tag lang mit einer Harfe auf einer Wolke sitzen, um abwechselnd zu frohlocken und "Hosianna" zu singen, so sieht es die göttliche Ordnung in "Der Münchner im Himmel" für Aloisius vor. Im Jahr 2026 läuft es anders. "Von 5 bis 7 Uhr früh Yoga im Wolkenmeer und von 9 bis 10 Uhr Wasser-TRX auf dem Sonnendeck." Manna gibt es jetzt nur noch auf Sojabasis. Und der Engel heißt nicht mehr Aloisius, sondern Wiggerl (Maximilian Brückner). Der hat auf das himmlische Programm aber genauso wenig Lust wie einst Aloisius.
Ludwig Anton Brunner alias Wiggerl ist kein grantiger Choleriker mit großem Bierdurst, sondern eher ein Hallodri und Schlawiner. Er mogelt sich als kleinkrimineller Taxifahrer durch den Tag, vergnügt sich mit verheirateten Frauen und vernachlässigt gleichzeitig seine eigene Familie, allen voran Tochter Toni (Momo Beier). Seiner Ex-Frau Kathi (Hannah Herzsprung) hat er bei der Trennung einen großen Schuldenberg hinterlassen.
Entsprechend schlecht fällt sein Zeugnis aus, als Wiggerl nach einem Autounfall plötzlich im Himmel landet. Da wollen sie den aufmüpfigen Münchner aber sowieso nicht haben. Man schickt ihn rasch zurück zur Erde, auf dass er einen Brief mit göttlichen Ratschlägen an die bayerische Landesregierung überbringe. Er solle sich ruhig Zeit lassen. Die Ratschläge werden nie ankommen, ganz ähnlich wie damals bei Aloisius.
Weil Ludwig Thomas "Der Münchner im Himmel" für einen ganzen Spielfilm nicht genug hergibt, haben die Autoren Marcus Pfeiffer und Christian Lex sich für Regisseur David Dietl (Sohn von "Monaco Franze"-Schöpfer Helmut Dietl) eine weitestgehend neue Story ausgedacht: Um richtig zurück ins Leben zu gelangen, muss Wiggerl ein paar gute Taten vollbringen, und während er sich zwischen Isartor und Feldmoching durch München wurstelt, trifft er auf allerlei bekannte Gesichter. Als Gaststars gehören unter anderem Michaela May, Simon Pearce, Maxi Schafroth, Heiner Lauterbach, Sigi Zimmerschied und Ina Müller zum neuen "Münchner im Himmel"-Ensemble.