Ugo Bienvenu – auch unter den größten Kennern der internationalen Filmszene werden bislang nur die wenigsten etwas mit diesem Namen anfangen können. Für die Zukunft sollte man Bienvenu allerdings genau im Auge behalten, vor allem als Fan innovativer animierter Filmkunst. Während der Corona-Pandemie begann der junge französische Karikaturist, Comicautor und Regisseur, gemeinsam mit Drehbuchautor Félix de Givry seinen ersten Spielfilm zu entwickeln. Nach der Cannes-Premiere und dem US-Kinostart 2025 läuft "Arco – Eine fantastische Reise durch die Zeiten" jetzt auch hierzulande in den Kinos an – nach Meinung vieler Experten einer der besten Trickfilme der letzten Jahre.
Was ist am Ende des Regenbogens? Früher träumte man da mal von Töpfen voller Gold, in "Arco" ist es stattdessen ein Zeitreisender. Das Mädchen Iris lebt mit ihrer Roboter-Pflegerin Mikki im Jahr 2075 in einer Welt, die kurz vor dem Klimakollaps steht. Dann trifft sie Arco, der erst als kunterbunter Regenbogen durch die Luft saust und dann eine ziemlich harte Bruchlandung hinlegt in einer Zeit, in der er eigentlich nie sein wollte.
Arco kommt aus einer völlig anderen Welt als Iris, trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden bald eine spezielle Freundschaft. Aber kann Iris dem mysteriösen Arco auch dabei helfen, zurück nach Hause zu kommen? Wie poetisch und visionär Ugo Bienvenu diese Geschichte zwischen Vergangenheit und Zukunft inszeniert, sorgte international zuletzt schon für jede Menge Begeisterung. Einige Filmpreise hat Bienvenu mit seinem Debütfilm auch schon gewonnen. "Arco" war sogar für einen Golden Globe und einen Oscar nominiert (jeweils in der Kategorie "Bester Animationsfilm"), ging aber in beiden Fällen leer aus.