Ein Gesicht, das man kennt: Suzanne von Borsody.
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Suzanne von Borsody

Lesermeinung
Geboren
23.09.1957 in München, Deutschland
Alter
63 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Sie ist bekannt für ihre hervorragende Darstellung zwiespältiger Charaktere, die mit dem Leben nicht zurechtkommen: Suzanne von Borsody. Man denke nur an Margarethe von Trottas düsteres TV-Drama "Dunkle Tage" (1998), in dem Suzanne eine junge Ehefrau spielt, die durch den Tod ihres Mannes aus der Bahn geworfen wird. Sie greift zur Flasche, wird Alkoholikerin, treibt sogar die eigene Tochter in den Suff. Suzanne von Borsody spielt dies mit einer ungeheuren Überzeugungskraft und einer darstellerischen Präsenz, wie man sie schon lange nicht mehr im deutschen Fernsehen erlebt hat. "Der Spiegel" nannte sie "ein künstlerisches Kraftpaket".

Suzanne von Borsody hat ihre schauspielerischen Möglichkeiten schon oft unter Beweis stellen können. Das Talent zur Darstellerin ist ihr vielleicht sogar schon in die Wiege gelegt worden, denn Suzanne wuchs in einem Künstler-Haushalt auf. Ihre Eltern sind der Schauspieler Hans von Borsody und die Regisseurin und Schauspielerin Rosemarie Fendel. Doch an die Schauspielerei kam sie eher durch Zufall, denn eigentlich wollte sie "nie Schauspielerin werden" sondern Malerin. Doch kurz nach ihrem Abitur in München bestürmte man sie, die Rolle einer jungen Schwangeren in dem TV-Spiel "Adaptionen" (1978) zu übernehmen. Suzanne ließ sich breitschlagen, spielte die Rolle - und erhielt viel Lob.

Zwar hat Suzanne nie eine Schauspielschule besucht, und auch das Regie-Volontariat beim Theater, das ihr Johannes Schaaf, der Lebensgefährte ihrer Mutter und ihr Ziehvater, vermittelte, beendete sie nicht, da ihr bereits die Rolle in einer engagierten TV-Serie angeboten wurde, mit der sie ihren großen Durchbruch erzielen sollte: "Beate S." (1979 und 1982). Suzanne spielte ein junges Mädchen aus religiösem Elternhaus, das ihren eigenen Weg sucht und schließlich auch findet. Suzannes Lohn: Goldene Kamera, Adolf-Grimme-Preis und Förderpreis des Deutschen Darstellerpreises des Verbandes der Fernseh- und Filmregisseure. Die Öffentlickeit war auf Suzanne von Borsody aufmerksam geworden, bald folgten erste Arbeiten mit renommierten Regisseuren wie Axel Corti ("Das eine Glück und das andere", 1979) und Alexander Kluge ("Die Macht der Gefühle", 1983). Doch in den den folgenden Jahren widmete Suzanne von Borsody ihre Leidenschaft dem Theater. Sie gehörte zum Ensemble der Schauspielhäuser Frankfurt am Main, Bremen und Düsseldorf, des Schillertheaters Berlin und gab Gastspiele am Züricher Schauspielhaus und bei den Salzburger Festspielen.

Erst seit Anfang der Neunzigerjahre ist die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin (u.a. Adolf-Grimme-Preis 1982) wieder häufiger auf dem Bildschirm zu sehen, wie etwa in Michael Kliers "Ostkreuz" (1991) und neben Bruno Ganz und Rolf Hoppe in Markus Fischers Drama "Brandnacht" (1992), für das Suzannes Mutter Rosemarie Fendel am Drehbuch mitwirkte. Und auch im Kino sah man sie wieder, denn Hans W. Geissendörfer besetzte Suzanne 1993 in dem hintergründigen Drama "Justiz" nach Friedrich Dürrenmatt. Ihre Partner waren Maximilian Schell, Thomas Heinze, Anna Thalbach, Hark Bohm und Martin Semmelrogge.

Von nun an ging es aufwärts mit Suzanne von Borsodys TV-Karriere. Zwar war nicht jede Rolle ein Highlight, doch seit Mitte der Neunziger gehört sie zu den meist beschäftigten Frauen in der deutschen TV-Landschaft. Man sah sie nach den Morden an deutschen Touristen in Miami in dem eilig von RTL produzierten, eher langatmigen Streifen "Tod in Miami" (1993). Neben Jennifer Nitsch, Mathieu Carrière, Peter Sattmann und Martina Gedeck wirkte sie in "Nur eine kleine Affäre" (1994) mit, und in Martin Enlens Komödie "Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde" (1995) spielte sie erneut an der Seite von Martina Gedeck. In der Hauptrolle ist hier übrigens ihr späterer langjähriger Lebensgefährte Heino Ferch zu sehen.

In dem Thriller "Tödliches Geld - Das Gesetz der Belmonts" (1995) waren Marthe Keller, Michel Piccoli und Christian Kohlund die Partner von Suzanne, und in Fred Breinersdorfers TV-Drama "Ich bin unschuldig - Ärztin im Zwielicht" spielte sie die Hauptrolle der Mutter, die inbrünstig auf eine Spenderniere für ihren totkranken Sohn wartet. 1996 folgte schließlich ein Auftritt in Tom Toelles gefeierten TV-Mehrteiler "Deutschlandlied".

Im Kino sah man Suzanne von Borsody 1998 zusammen mit Maria Schrader, Franka Potente und Uwe Ochsenknecht in Doris Dörries Komödie "Bin ich schön?" (1998). Anschließend spielte sie in fünf Episoden des wiederauferstandenen "Tatort"-Ermittlers Götz George alias "Schimanski" ("Geschwister", "Schimanski - Muttertag", "Schimanski - Rattennest", "Sehnsucht" und "Schimanski muss leiden"). Für ihre Hauptrolle in den TV-Filmen "Die Mörderin" und in dem schon erwähnten "Dunkle Tage" wurde Suzanne von Borsody 1999 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem erstmals vergebenen Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Aufmerksamkeit brachte ihr darüber hinaus ihre Rolle der Mutter in Tom Tykwers Erfolgsfilm "Lola rennt" (1998).

Weitere Filme mit Suzanne von Borsody: "Aranka" (1985), "Fifty-Fifty" (1988), "Ärzte - Nachtrunden", "Anwalt Abel - Ihr letzter Wille gilt", "Polizeiruf 110 - Blue Dream - Tod im Regen", "Schulz und Schulz - Fünf vor zwölf", "Tatort - Verbranntes Spiel" (alle 1993), "Lauras Entscheidung", "Babyfon - Mörder im Kinderzimmer" (beide 1994), "Ausweglos", "Der Flug des Albatros", "Vater wider Willen" (TV-Mehrteiler), "Spitzenleistung" (alle 1995), "Die verlorene Tochter", "Brittas Entscheidung", "Russenhuren - Visum in den Tod" (alle 1996), "Kind zu vermieten", "Tatort - Die Kommissarin - Albtraum", "Ärzte - Vollnarkose", "Zwei Brüder", "Alibi für einen Engel" (alle 1997), "Liebe und weitere Katastrophen", "Zerrissene Herzen", "Ich liebe meine Familie, ehrlich", "Stahlnetz - Die Zeugin" (alle 1998), "Die Geiseln von Costa Rica", "Jahrestage" (beide 1999), "Eine Hand voll Glück", "Marlene", "Zwei unter einem Dach", (alle 2000), "Der Held an meiner Seite", "Wie buchstabiert man Liebe?", "Davon stirbt man nicht", "Leo & Claire", "Planet B - Mask Under Mask" (alle 2001), "Lilly unter den Linden", "Der Puppengräber", "Der Schatzplanet" (Sprecherin), "Die Geisel" (alle 2002). "Baltic Storm" (2003), "Mensch Mutter", "Donna Leon - Sanft entschlafen", "Ein einsames Haus am See" (alle 2004), "Bella Block - ... denn sie wissen nicht, was sie tun", "Polizeiruf 110 - Vorwärts wie rückwärts", "Margarete Steiff", "Daniel Käfer - Die Villen der Frau Hürsch" (alle 2005), "Daniel Käfer - Die Schattenuhr", "Rosa Roth - In guten Händen", "Eine Liebe in Königsberg" (alle 2006), "Beim nächsten Kind wird alles anders", "Das zweite Leben", "Späte Aussicht", "Schlaflos in Oldenburg" (alle 2007), "Tatort - Schwarzer Peter", "Rapunzel", "Ein geheimnisvoller Sommer" (alle 2009), "Bis nichts mehr bleibt", "Hanni & Nanni" (beide 2010), "Der Chinese" (2011), "Hanni & Nanni 2", "Der Kriminalist" (Serie, beide 2012), "Hanni & Nanni 3" (2013).

Filme mit Suzanne von Borsody
1979
Theodor Chindler - Die Geschichte einer deutschen Familie
Gesellschaftsporträt
1988
Wo ist denn jetzt das Geld? <br>Heinz Hoenig, 
Dominique Horwitz und Suzanne von Borsody (v.l.)
Fifty-Fifty
Krimikomödie
1991
Die Männer vom K3
Krimiserie
1991
Ostkreuz
Drama
1993
Polizeiruf 110
Krimi
1993
Tatort
Krimi
1993
Trügerische Ruhe vor einer schlimmen Reise: Peter 
Sattmann, Iris Berben 
Tod in Miami
Melodram
1994
Deutschlandlied
Fernsehfilm
1997
Tatort
Krimi
1998
Die Mörderin
Kriminalfilm
1998
Als ihr Mann stirbt, greift sie zur Flasche: 
Suzanne von Borsody als Angela Rinser  
Dunkle Tage
Familiendrama
1998
Ach, jetzt muss ich schon Witwen spielen: Senta 
Berger  
Liebe und weitere Katastrophen
Fernsehfilm
1998
Lola rennt
Actionfilm
1998
Schimanski
Krimi
1998
Lange mache ich den Job nicht mehr! Götz George
als Schimanski
Schimanski
Krimi
1999
Eine Dusche wär jetzt toll! Dschungelkinder Nina Hoss (l.) und Suzanne von Borsody
Die Geiseln von Costa Rica
Abenteuerdrama
1999
Du bist aber ein neugieriges Kind! Keith Pillow
und Marie Helen Dehorn
Jahrestage
Literaturverfilmung
2000
Eine schicksalhafte Begegnung: Susanne von Borsody 
und Stephan Dellgrün
Eine Hand voll Glück
Krimidrama
2000
Marlene
Drama
2000
Schimanski muss leiden
Kriminalfilm
2000
Zwei unter einem Dach
Komödie
2001
Wir werden leben! Suzanne von Borsody
(l.)  und Bernadette Heerwagen
Davon stirbt man nicht
Krimidrama
2001
Der Held an meiner Seite
Komödie
2001
Leo & Claire
Drama
2001
Werde dein Geheimnis schon<br>aus dir heraus kitzeln, Süße!<br>
Götz Otto teuflisch
Planet B - Mask Under Mask
Fantasy
2001
Wie buchstabiert man Liebe?
Komödie
2002
Was sehen meine müden Augen? Ben (Sven Hönig)
auf der Lauer
Der Puppengräber
Psychothriller
2002
Gefangen im eigenen Gefängnis: Suzanne von Borsody
Die Geisel
Psychothriller
2002
Lilly unter den Linden
Gesellschaftsdrama
2002
Nicht ohne deine Liebe
Melodram
2003
Baltic Storm
Actionthriller
2003
Gestern gibt es nicht
Melodram
2004
Hier will jemand unsere Pflegeheim ruinieren! Suzanne von Borsody bittet Uwe Kockisch um Hilfe
Donna Leon
Kriminalfilm
2004
Ein einsames Haus am See
Thriller
2004
Komm mir nicht so! Wotan Wilke Möhring debattiert mit Jasmin Gerat
Zwischen Liebe und Tod
Politthriller
2005
Der Fall gefällt mir nicht! Hannelore Hoger und
Devid Striesow
Bella Block
Krimi
2005
Daniel Käfer - Die Villen der Frau Hürsch
Literaturverfilmung
2005
Der zweite Blick
Beziehungsdrama
2005
Liebe hat Vorfahrt
Komödie
2005
Margarete Steiff
Filmbiografie
2005
Tatort
Krimi
2006
Daniel Käfer - Die Schattenuhr
Literaturverfilmung
2006
Hier liegen also meine Wurzeln! Wolfgang Stumph
mit Chulpan Khamatova
Eine Liebe in Königsberg
Tragikomödie
2007
Beim nächsten Kind wird alles anders
Familienkomödie
2007
Mutter, reg dich nicht auf! Suzanne von Borsody
beschwichtigt Rosemarie Fendel
Das zweite Leben
Familiendrama
2007
Der Sonnenhof
Liebesfilm
2007
Robin Pilcher
Melodram
2007
Scheinbar alles in Butter! Anna Maria Mühe,
Suzanne von Borsody und Herbert Knaup gut gelaunt
Späte Aussicht
Tragikomödie
2009
Erfolgreich im Beruf, Pech in der Liebe: Suzanne
von Borsody als Esther
Ein geheimnisvoller Sommer
Psychothriller
2009
Entführt
Thriller
2009
Rapunzel
Märchenfilm
2009
Schicksalstage in Bangkok
Familiendrama
2009
Dem Täter auf der Spur? Martin Wuttke und Simone
Thomalla
Tatort
Krimi
2010
Bis nichts mehr bleibt
Justizdrama
2010
Hanni & Nanni
Kinderfilm
2011
Der Chinese
Politthriller
2011
Kalt und skrupellos: Jimmy Taenaka als Ya Ru
Der Chinese - Teil 1
Spielfilm
2012
Der Meineidbauer
Heimatfilm
2012
Hanni & Nanni 2
Kinderfilm
2012
Rat mal, wer zur Hochzeit kommt
Liebeskomödie
2013
Das Mädchen mit dem indischen Smaragd
Abenteuerfilm
2013
Hannas Reise
Komödie
2013
Hanni & Nanni 3
Kinderfilm
2014
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Drama
2014
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Komödie
2014
Utta Danella
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