Im vierten Teil der erfolgreichen Pixar-Animationsfilmserie gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Cowboy Woody und Space-Ranger Buzz.
Zehn Jahren sind seit dem letzten "Toy Story"-Film vergangen. Jetzt sind Cowboy Woody und seine Freunde zurück.

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

KINOSTART: 15.08.2019 • Animation • USA (2019) • 100 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Toy Story 4
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
USA
Budget
175.000.000 USD
Einspielergebnis
519.802.847 USD
Laufzeit
100 Minuten

Filmkritik

Wiedersehen mit Woody & Co
Von Nadine Wenzlick

Zehn Jahren nach dem letzten "Toy Story"-Film sind Cowboy Woody und seine Freunde zurück: Auf der Suche nach einem verschwundenen Spielzeug begeben sie sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip. 

Fast ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Pixar den ersten vollständig am Computer erstellten Langfilm für das Kino veröffentlichte: "Toy Story" war 1995 revolutionär und eröffnete dem Kino ganz neue Möglichkeiten. Regisseur John Lasseter nahm die Zuschauer damals mit in das Kinderzimmer von Andy, wo Cowboy-Sheriff Woody und Space-Ranger Buzz Lightyear um die Gunst des Buben buhlten und schließlich in den Händen des gemeinen Nachbarjungens Sid landen. Weitererzählt wurde die Geschichte in zwei Fortsetzungen (1999 und 2010). Zuletzt verabschiedete Andy sich aufs College, und die Saga der beliebten Spielzeughelden schien zu Enden zu sein, ein weiteres Sequel hatten die Macher nach Teil 3 eigentlich nicht geplant – doch manchmal kommt eben alles anders. Und so begeben sich Woody & Co in "A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando" nun auf einen abenteuerlichen Roadtrip.

Woody, Buzz und ihre Spielzeug-Freunde haben zu Beginn des Films ein neues Zuhause bei Andys Nachbarsmädchen Bonnie gefunden. Vom Schnuppertag im Kindergarten bringt Bonnie eines Tages ein neues Spielzeug mit. Forky, den Bonnie aus einer Plastikgabel selbst gebastelt hat, ist aber fest davon überzeugt, dass er kein Spielzeug ist, sondern Müll – und stürzt sich immerzu in den Mülleimer. Weil Woody erkennt, wie sehr Bonnie an der Plastikgabel hängt, wird er zu Forkys aufopferungsvollem Beschützer. Kompliziert wird es, als Bonnies Familie mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt. Die ungeliebte Puppe Gabby Gabby, die ihr Leben aufgrund eines Defekts in einem staubigen Antiquitätenladen fristet, nimmt Forky als Geisel, weil sie Woodys Sprachbox haben will. Und dann trifft Woody auch noch seine alte Flamme Porzellinchen wieder, die seit sieben Jahren als "verlorenes Spielzeug" durch die Welt zieht und ihr eigenes Ding macht.

Pixar rühmt sich bekanntlich damit, eine Fortsetzung nur dann zu produzieren, wenn man von der Story überzeugt ist. Ob da etwas dran ist oder nicht – bei "A Toy Story" glaubt man es sofort. Forkys Sinnkrise, die selbstbestimmte Lebensweise von Porzellinchen, die die wahre Heldin des Films ist, oder die tragische Geschichte von Schurkin Gabby Gabby, der man am Ende trotzdem die Daumen drückt – "A Toy Story" ist voll mit weisen, philosophischen und inspirierenden Momenten. Essenzielle Themen und Sinnfragen werden kindgerecht behandelt, dürften aber auch Erwachsene zum Nachdenken bringen.

Es geht um Loyalität und Freundschaft, aber auch ums Erwachsenwerden und die Frage: Was will ich im Leben? Gleichzeitig ist der Film urkomisch. Buzz bekam einen amüsanten Running Gag über seine innere Stimme verpasst, die Pläne, mit denen die Stofftiere Ducky und Bunny die Besitzerin des Antiquitätenhandels überwältigen wollen, sind herrlich verrückt, und an Forky ist einfach alles zum Schießen.

Natürlich setzt Pixar auch bei der Animation wieder neue Standards. Die Landschaften, durch die die Familie mit ihrem Wohnwagen rollt, sehen unglaublich realistisch aus, und überhaupt ist der Film optisch die reinste Freude. Pixar-Mitbegründer und "Toy Story"-Schöpfer John Lasseter überließ die Regie zwar seinem Kollegen Josh Cooley, entwickelte aber die Story mit. Ein Wiederhören gibt es in der deutschen Synchronfassung übrigens mit Michael "Bully" Herbig als Woody. Zu den weiteren Sprechern gehören Michi Beck von den Fantastischen Vier als Stuntman Duke Caboom und Rick Kavanian als Plastiksaurier Rex. Sie alle schufen gemeinsam ein kleines Meisterwerk – bei dem am Ende die eine oder andere Träne kullern dürfte.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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