Man möchte ja bald gar nicht mehr vor die Türe gehen. Kürzlich erst startete im Kino mit "Passenger" eine blutige Horrorgeschichte über einen bösen Geist, der Menschen auf Roadtrips nachstellt. Kein Entkommen, egal wie sehr man aufs Gaspedal drückt. Das Auto einfach stehenzulassen und stattdessen eine kleine Wanderung zu unternehmen, ist aber scheinbar auch nicht die Lösung – zumindest nicht in "Dolly", einem neuen Film von Autor und Regisseur Rod Blackhurst.
Für "Dolly" hat Rod Blackhurst (vor einigen Jahren Emmy-nominiert mit der Netflix-Produktion "Amanda Knox") seine eigene Kurzgeschichte "Babygirl" adaptiert und für das Spielfilm-Format entsprechend ausgeschmückt – vor allem mit Gemetzel und vielen verstörenden Puppen, die viel gruseliger sind als alles, was es je in Omas alter Kinderstube zu sehen gab. "Dolly" soll eine "Liebeserklärung an das Grindhouse-Kino der 70er und den modernen Folk-Horror" sein. Für sein FSK-18-Projekt konnte Blackhurst neben Hauptdarstellerin Fabianne Therese und der Profi-Wrestlerin Max the Impaler auch Ethan Suplee sowie "American Pie"-Star Seann William Scott gewinnen.
"Oh wow! Es ist wunderschön!", schwärmt Macy (Therese) zu Beginn einer idyllischen Bergwanderung mit ihrem Freund Chase (Scott). Und es soll noch viel schöner werden: Scott plant, seiner geliebten Macy einen Antrag zu machen. Aber bald schon deutet nichts mehr darauf hin, dass hier noch irgendjemand Hochzeit feiern könnte. Macy gerät in die Fänge von Dolly (Max the Impaler), eine monströse Gestalt, die schon lange ihr Unwesen in den Bergen treibt. Das Biest möchte Macy zu ihrem Püppchen (englisch "Dolly") machen.