Man hört die Stimme von Kult-Kommentator Gerd Rubenbauer, der aus voller Brust den "Fußball-Weltmeister 1990" feiert, und sieht die ikonischen Bilder von Lothar Matthäus, der umringt von Littbarski, Völler, Klinsmann und Co. den Pokal in die Höhe reckt – alleine diese zwei Sekunden aus dem Trailer zu "Ein Sommer in Italien – WM 1990" dürften zuletzt schon bei unzähligen Fußballfans Gänsehaut verursacht haben. Dann auch noch aktuelle Aufnahmen von einzelnen Spielern, die in der Rückschau mit den Tränen kämpfen. Schon Wochen vor dem Start dieses Films war klar: Da steht dem Kicker-Herz einiges bevor!
Der 1:0-Sieg in Rom gegen Argentinien, der dritte WM-Titel für Deutschland, das war eine große Sternstunde der DFB-Geschichte. Pünktlich zur diesjährigen WM in USA, Kanada und Mexiko (ab 10. Juni) werden die Ereignisse von damals nun also noch einmal in aller wunderbaren Ausführlichkeit nacherzählt – "für alle, die damals mitgefiebert haben, und für die nachwachsenden Generationen", wie es in der Filmankündigung heißt. Rechtzeitig vor dem Start der WM wird die Dokumentation "Ein Sommer in Italien" auch bei Sky und WOW zu sehen sein.
Eine Hommage an eine "legendäre Mannschaft" will dieser Film sein, eine Zeitreise zurück in einen "unvergesslichen Sommer", eine Geschichte über "Freundschaft, Loyalität und Hoffnung in einem Deutschland, das wieder zusammenfindet". Viele Spieler von damals erinnern sich in Interviews an die sportlich wie gesellschaftlich aufregenden Monate dieses historischen Jahres 1990. Ergänzend dürfen die Regisseurinnen Vanessa Goll und Nadja Kölling zahlreiche bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem "Innersten der Mannschaft" sowie aus den Archiven der FIFA zeigen. Natürlich werden dabei auch die Protagonisten von damals gewürdigt, die inzwischen nicht mehr da sind. Franz Beckenbauer etwa, oder auch Andi Brehme, der in Rom den entscheidenden Elfmeter versenkte.