Michaela May

Michaela May (mit Edgar Selge) als Kommissarin in 
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Michaela May (mit Edgar Selge) als Kommissarin in "Polizeiruf 110"
Gertraud Mittermayr
Geboren: 18.03.1952 in München, Deutschland

Sie war das herzige Mädel aus "Onkel Tom's Hütte" und "Heidi". Mit zehn schon ein Star, mit 15 ein kesser Teenager in den "Lümmel-Filmen", und mit 19 absolviert sie eine Ausbildung als Erzieherin. Michaela May steht mit beiden Beinen im Leben. Ihre bayerische Bodenständigkeit hat ihr nicht nur viele schöne Rollen in Kultserien wie "Münchner G'schichten", "Monaco-Franze" und "Kir Royal" eingebracht.

Sie hat auch ihren Lebensstil geprägt: unprätentiös, offen, spontan und herzlich. Eine wie sie wünscht sich jede Frau zur Freundin. Familie und Freunde stehen auch ganz oben auf Michaela Mays Werteskala. Ob sie mit ihren Töchtern Saxophon spielt, mit Freundinnen joggt oder mit Mann und Kindern in ihrer geliebten Bergwelt unterwegs ist - die sympathische Schauspielerin ist nicht kamerascheu.

Man kennt sie allerdings auch als Kommissarin Jo Obermaier aus der erfolgreichen Krimi-Reihe "Polizeiruf 110" (2001-2009). Die Münchnerin zählt zu den gefragtesten und beliebtesten TV-Darstellerinnen. Oobwohl sie nach ihren Kinderrollen 1968 in "Jerry Cotton: Todesschüsse am Broadway" und 1969 in "Pepe, der Paukerschreck") zu sehen war, schlug sie nach dem Abitur zunächst einen anderen Weg ein und absolvierte ihre Ausbildung als Erzieherin. Doch parallel dazu kehrte sie immer wieder zu Leinwand und Bühne zurück, trat u.a. 1972 in der Komödie Berlin in dem Stück "Eine Hand voll Brennesseln" auf.

"Schauspielerei ist meine Passion", sagt Michaela May und erlebte ihren Durchbruch als Schauspielerin 1974 mit Helmut Dietls legendären Serie "Münchner G'schichten". Sie wurde Star zahlreicher bayerischer TV-Reihen und -serien, darunter "Monaco Franze" (1981, Regie: Helmut Dietl), "Meister Eder und sein Pumuckl" (1985, Regie: Ulrich König), "Schafkopfrennen" (1985, Regie: Bernd Fischerauer), "Irgendwie und sowieso" (1985-86, Regie: Franz Xaver Bogner), "Hans im Glück" (1986, Regie: Frank Strecker), "Kir Royal" als Königin Katharina (1986, Regie: Helmut Dietl), "Zur Freiheit" als Rahl-Anne (1986-1987, Regie: Franz Xaver Bogner, Frank Strecker) "Forsthaus Falkenau" (1988-89, ZDF; als Gräfin Alexandra von Brauneck) und "Der Bergdoktor" (1997). Auch in den Krimi-Reihen "Der Alte", "Derrick", "Ein Fall fur Zwei" und im "Tatort" übernahm sie häufig die Episoden-Hauptrollen.

Später wechselte Michaela May mit Erfolg ins Charakterfach: "Ich will Frauen spielen, die kämpfen müssen", lautet ihr Credo. Im Fernseh-Vierteiler "Liebe und weitere Katastrophen" spielte sie eine Obdachlose (1997-98, Regie: Bernd Fischerauer), in der TV-Satire "Zum Sterben schön" (1997, Regie: Friedemann Fromm) eine Psychotherapeutin und im Mehrteiler "Kanadische Träume" eine Ehefrau, die mit dem Neustart in einem fremden Land nicht zurechtkommt (1998/99, Regie: Carola Zeisberg und Dieter Kehler).

Zu ihren Produktionen gehören u.a. die Folge "Lüge aus Liebe" aus der Reihe "Die Geliebte" (1995) unter der Regie von Dagmar Damek, der Film "Lovers" (1996) unter der Regie von Xaver Schwarzenberger, die auf Kuba gedrehte Folge des italienischen Mehrteilers "Prinzessin Fanttaghiro" (1996), der Kinoerfolg "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" (1997, Regie: Marc Rothemund), Sherry Hormanos Kinofilm "Widows" (1997), die Fernsehfilme "Dreamboy macht Frauen glücklich" (1999, Regie: Markus Bräutigam) und "Liebe und weitere Katastrophen" (1998, Regie: Bernd Fuschauer).

In Rom drehte Michaela May 1998 eine Folge der italienischen Serie "Ein Priester unter uns". Schon seit Beginn ihrer Karriere als Schauspielerin trat Michaela May häufig in Theaterstücken auf und blieb seitdem der Bühne treu. Außerdem feierte sie große Erfolge mit der Rolle der Bella Manningham im Bühnen-Psychothriller "Gaslicht" in der Komödie im Bayerischen Hof. Privat ist Michaela May eingefleischter Italien-Fan, kocht sehr gern und spielt gern Tennis. Seit einigen Jahren begeistert sie sich für das Saxophon-Spielen. Außerdem ist sie sehr sozial engagiert und kümmert sich um Kinder, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden. Durch die Dreharbeiten in und um München hatte Michaela May auch die Möglichkeit, ihrer Familie nah zu sein und sich um ihre beiden Töchter Alexandra und Lilian zu kümmern.

Die "Polizeiruf"-Krimis: "Gelobtes Land", "Der Fluch der guten Tat" (beide 2001), "Um Kopf und Kragen", "Pech und Schwefel", "Silikon Walli", "Tiefe Wunden" (alle 2002), "Die Mass ist voll", "Vater unser", "Der scharlachrote Engel" (alle 2004), "Die Prüfung", "Polizeiruf 110 - Er sollte tot" (alle 2005), "Polizeiruf 110 - Mit anderen Augen" (2006), "Polizeiruf 110 - Taubers Angst", "Polizeiruf 110 - Jenseits" (beide 2007), "Wie ist die Welt so stille", "Polizeiruf 110 - Rosis Baby" (beide 2008), "Polizeiruf 110 - Endspiel" (2009).

Weitere Filme mit Michaela May: "S.O.S. Barracuda - Der Mädchenjäger" (2000), "Hochzeit zu viert", "Rosamunde Pilcher: Wenn nur noch Liebe zählt", "Sag einfach Ja!" (alle 2001), "Auch Erben will gelernt sein", "Der Brief des Kosmonauten" (2002), "Samba Bavaria" (2004), "Unter weißen Segeln - Odyssee der Herzen", "Vier Meerjungfrauen II - Liebe à la carte" (alle 2005), "Kurhotel Alpenglück", "Der Traum ihres Lebens" (beide 2006), "Rosamunde Pilcher: Der Mann meiner Träume", "Das Traumhotel - Dubai - Abu Dhabi" (2007), "Alles was recht ist" (2008), "Utta Danella - Eine Nonne zum Verlieben", "Trau niemals deinem Chef" (beide 2010).


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