Michaela May ist seit 1974 im TV-Geschäft. Jetzt ist die 67-Jährige in der Tragikomödie "So einfach stirbt man nicht" (ZDF) zu sehen. Während Filmehemann Kurt im Koma liegt, beichtet sie ihm, dass eine seiner Töchter nicht von ihm ist.

Warum lohnt sich das Einschalten?

Es ist eine Geschichte mitten aus dem Leben, tragisch und komisch zugleich. Das Schicksal schlägt zu und überrascht alle, wirklich alle.

Michael Gwisdek ist dabei, Ursula Karven, Sandra Borgmann, Natalia Wörner ...

Es war eine spannende Zeit mit wirklich tollen Kollegen. Überrascht war ich vor allem von meinen Film-Töchtern Ursula Karven, Sandra Borgmann und Anja Schiffel. Besonders beglückend empfand ich die Regie von Maria von Heland, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Sie ist eine junge Wilde, die uns in die jeweiligen Szenen regelrecht hineingebeamt hat. Wenn man so lange im Geschäft ist wie ich, dann ist das sehr erfrischend.

Wie war die Zusammenarbeit mit Filmehemann Gwisdek?

Ich habe vorher noch nie mit ihm gedreht. Er ist ein großer Komödiant. Es war für mich eine große Freude, mit ihm zu arbeiten. Bei uns beiden sind Berliner und bayerischer Wortwitz aufeinandergetroffen – das passte hervorragend. Wir haben den gleichen Humor, mussten vor den Szenen eigentlich nie etwas absprechen.

Wie viel Einfluss hatten Sie bei den Dreharbeiten auf die Figur?

Man setzt ja als Schauspielerin immer seine ganz ureigenen Mittel ein. Es ist das eigene Herz, der eigene Bauch, die die Figur zum Leben erwecken. Ich versuche, die Dialoge möglichst nahe an mich heranzuziehen.