Es gab mehrere Premierentermine in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, etwa in Greifswald, Neustrelitz, Boizenburg und Ludwigslust, aber kaum welche in Baden-Württemberg oder Bayern. Man kann es bei diesem Film aber auch gut verstehen. "Vom Traum, unsinkbar zu sein – Ein Heimatfilm auf dem Meer" – wer den Titel nur liest, kann das Salz in der Luft schon fast schmecken. Und wer den Film sieht, taucht tief ein in ein sehr spezielles, fast vergessenes Kapitel der deutschen Seefahrergeschichte.
Tom Fröhlich, ein Rostocker, war als Regisseur die treibende Kraft hinter dem Dokumentarfilm "Vom Traum, unsinkbar zu sein". Sein großes Thema ist die Historie des VEB Fischkombinat Rostock, als Erzähler für seinen Film konnte er Charly Hübner gewinnen. Gemeinsam wollen sie norddeutsche Erinnerungen wecken, von Globalisierung, Industrialisierung und Wende erzählen – und herausfinden, wo die letzten VEB-Schiffe geblieben sind.
Mit etwa 4.000 Seeleuten und über 100 Schiffen war das VEB Fischkombinat Rostock nicht nur ein Aushängeschild der DDR, sondern auch die größte Hochseefischereiflotte, die es in Deutschland je gegeben hat. Und dann, mit der Wiedervereinigung, wurde alles abgewickelt und verschrottet. Fast alles: Tom Fröhlich hat acht Jahre lang recherchiert und doch noch ein paar wenige Schiffe von damals gefunden. Die Reise zu den alten Hochsee-Kolossen führt ihn dann doch noch weit weg von seiner norddeutschen Heimat – nach Grönland zum Beispiel und in einen spanischen Hafen.