Der Traum von Tanzen: "Looking at the Stars" erzählt von einer Ballettschule für blinde Menschen.

"Eine Ballerina", sagt Fernanda Bianchini, "muss immer zu den Sternen aufschauen, auch wenn sie diese nicht sehen kann." Bianchin weiß, wovon sie spricht: Die Brasilianerin betreibt in São Paulo die weltweit einzige Ballettschule für blinde Menschen. Vor 25 Jahren begann sie, damals mit nur zehn Schülern. Heute sind 300 Ballettbegeisterte an ihrem Institut, die meisten davon sehbehindert. Um ihnen das Tanzen beizubringen, hat Bianchini eine einzigartige Methode entwickelt: Mithilfe von Berührungen leiten sie und ihre Kollegen die Tänzerinnen und Tänzer an.

Der Dokumentarfilm "Looking at the Stars" begleitet Bianchini und zwei ihrer Schülerinnen dabei, wie sie ihren Traum vom Ballett verwirklichen. "Wir lernten, dass die größten Herausforderungen dieser Menschen weit über das Offensichtliche, nämlich ihre Blindheit, hinausgehen", erklärt Regisseur Alexandre Peralta. Und so ist sein Film auch ein Porträt eines Landes, in dem es Menschen, die anders sind, nicht immer leicht haben.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH