Schräge, aber liebenswerte Figuren, gut aufgelegte Darsteller und jede Menge Humor – mit diesen Zutaten konnten die Eberhofer-Verfilmungen nach Rita Falk reüssieren. Genau darauf vertraut auch der zehnte Teil der Reihe. Auf dem Regiestuhl nahm, wie in allen neun vorherigen Adaptionen, wieder Ed Herzog Platz, unterstützt von Drehbuchautor Stefan Betz, der seit "Schweinskopf al dente", dem dritten Titel, mit dabei ist. Kontinuität wird hier definitiv großgeschrieben.
Im Film "Steckerlfischfiasko", dessen Buchvorlage 2023 in den Handel kam, braut sich im fiktiven Niederkaltenkirchen mal wieder einiges zusammen. Auf dem dortigen Jahrmarkt kommt es permanent zu Auseinandersetzungen zwischen dem Steckerlfischkönig Paulus (Besetzung soll eine Überraschung bleiben) und einem einflussreichen Volksfestclan. Ersterer, der es mit der süddeutschen Spezialität eines am Stab gegrillten Fisches zu Wohlstand gebracht hat, liegt kurz darauf tot im Wellnessbereich des neuen örtlichen Golfclubs.
Während Franz Eberhofer die Ermittlungen übernimmt, hat der Provinzpolizist auch privat alle Hände voll zu tun. Weil die heimischen vier Wände renoviert werden, muss Hündin Hinkelotta draußen bleiben. Franz' Lebensgefährtin Susi Gmeinwieser (Lisa Maria Potthoff) visiert zudem das Amt der Bürgermeisterin an und liefert sich im Rennen um die Gunst der Wähler ein hitziges Duell mit dem aktuellen Ortsvorsteher (Thomas Kügel).
Eberhofers Kumpel Rudi Birkenberger (Simon Schwarz), der bei den Nachforschungen im Mordfall Paulus tatkräftig hilft, macht gerade einen Selbstversuch. Minimaler Konsum, so seine Theorie, führt zu maximaler Intuition. Leider nimmt er es dabei mit dem Waschen nicht so genau. Auftritte im neuen Schmunzelkrimi haben unter anderem auch Franz' Bruder Leopold (Gerhard Wittmann), Eberhofers Papa (Eisi Gulp) und die Oma des Polizisten (Enzi Fuchs).