Der junge mittellose Franz Woyzeck lebt mit seiner Freundin Marie und dem unehelichen Kind in einer kleinen Wohnung in Berlin-Wedding. Vor einiger Zeit verlor er sein Restaurant an den Hauptmann und momentan tut er alles, um es sich zurück zu erarbeiten. In seiner Verzweiflung nimmt er an einer ominösen medizinischen Studie teil, bei der er undefinierbare Pillen schlucken muss, die ihm Wahnvorstellungen, Halluzinationen und vorübergehende Impotenz bescheren. Durch den Druck, schnell viel Geld verdienen zu müssen, vernachlässigt er Marie, die sich dadurch immer mehr zum Tambourmajor, einer Berliner Kiez-Größe, hingezogen fühlt. Woyzeck ahnt, dass sie ihm nicht treu ist, und vergräbt sich immer mehr in seiner Arbeit. Seine Situation verschlimmert sich. Am Tag der letzten medizinischen Studie eskaliert die Situation: Woyzecks beste Freunde Louis und Andres werden vom Tambourmajor ermordet, Woyzeck wird zusammengeschlagen und ein letztes Mal mit Hilfe einer Pille auf einen Trip geschickt ...

Georg Büchners Dramenfragment "Woyzeck" wurde schon häufiger verfilmt, man denke nur an Rudolf Noeltes 1966 entstandene Variante mit Hans Christian Blech oder an Herzogs 1969 gedrehte Woyzeck mit "Wüterich" Klaus Kinski. Zu Büchners 200. Geburtstag inszenierte Regisseur und Drehbuchautor Nuran David Calis ("Frühlings Erwachen") diese zeitgenössische Adaption mit Tom Schilling und Nora von Waldstätten.