Geheimnisvolle Begegnung: Friederike Kempter, Marc
Hosemann (M.), Tom Schilling

Oh Boy

KINOSTART: 01.11.2012 • Tragikomödie • Deutschland (2012) • 86 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Oh Boy
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Deutschland
Filmstudio
Schiwago Film, Chromosom Filmproduktion, HR, ARTE
Budget
300.000 USD
Einspielergebnis
2.750.275 USD
Laufzeit
86 Minuten
Regie
Jan Ole Gerster
Music
Cherilyn MacNeil, Florian Menzel, Tom Berkmann, Philipp Schaeper, Christopher Colaço
Kamera
Philipp Kirsamer

Der Endzwanziger Niko hat vor geraumer Zeit seinem Studium geschmissen und lebt in den Tag hinein. Ohne Ziel lässt er sich durch die Straßen Berlins treiben, beobachtet neugierig die Menschen seiner Umgebung, trifft Bekannte und Unbekannte, hört sich Geschichten an. Erst am Morgen hat ihn seine Freundin verlassen, da verweigert ihm auch noch sein Vater die weitere finanzielle Unterstützung, und ein Psychologe bescheinigt ihm "emotionale Unausgeglichenheit". Doch damit nicht genug: die etwas merkwürdige, aber überaus hübsche Julika reißt alte Wunden auf, sein durchgeknallter Nachbar hat nur massenweise Schnaps und Buletten zu bieten und sein bester Freund scheint ebenso verloren wie Niko, der eigentlich nur eine ganz normale Tasse Kaffee trinken will ...

Diese wunderbare, weil toll gespielte, fotografierte und inszenierte Momentaufnahme eines Tages im Leben eines jungen Mannes auf der Suche nach dem Sinn und den Platz im Leben strotzt nur so vor Ideen. In starken Schwarz-Weiß-Bildern wechseln sich ironische, komische, tragische und melancholische Szenen ab, ergeben einen packenden Spannungsbogen, den man eigentlich noch länger betrachten möchten. Kaum zu fassen, dass ein derartiges Werk ein Spielfilmdebüt ist. Da kann man nur hoffen, dass Jan Ole Gerster, der auch das Drehbuch schrieb, dem Filmgeschäft treu bleibt. "Oh Boy" war 2013 der große Gewinner bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises: Bester Film, beste Regie und bestes Drehbuch von Jan Ole Gerster, bester Hauptdarsteller Tom Schilling, bester Nebendarsteller Michael Gwisdek und die beste Filmmusik von The Major Minors und Cherilyn MacNeil. Auch wenn dies ein nicht durchweg perfekter Film ist, möchte man dennoch derartige Werke gerade aus Deutschland häufiger sehen.

Foto: X Verleih

Darsteller

Schauspieler Frederick Lau.
Frederick Lau
Schauspielerin Friederike Kempter.
Friederike Kempter
Justus von Dohnányi in "Bis zum Ellbogen"
Justus von Dohnányi
Katharina Schüttler
Marc Hosemann
Schauspieler Martin Brambach.
Martin Brambach
Preisgekrönter Charakterkopf: Michael Gwisdek.
Michael Gwisdek
Schauspieler Tom Schilling.
Tom Schilling
Vielseitig einsetzbarer Schauspieler: Ulrich 
Noethen, hier in "Von Mäusen und Lügen"
Ulrich Noethen
Weitere Darsteller
Arnd Klawitter Andreas Schröders Inga Birkenfeld Leander Modersohn Rolf Peter Kahl Tim Williams Katharina Hauck Lis Böttner Theo Trebs Alexander Altomirianos Steffen Jürgens Ellen Schlootz Jakob Bieber Robert Hofmann Sanne Schnapp Annika Ernst Victor Ellinghaus Paul von Habsburg-Lothringen Helen Kühn Joachim Gern Lina Kramer Tim Wustrack Kathryn Fischer Fred Aaron Blake Nico Nothnagel Mayra Wallraff

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