Selma (Corinna Harfouch) hat eine besondere Gabe.

Was man von hier aus sehen kann

KINOSTART: 29.12.2022 • Tragikomödie • Germany (2022) • 103 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Was man von hier aus sehen kann
Produktionsdatum
2022
Produktionsland
Germany
Filmstudio
Claussen+Putz Filmproduktion, ARD, ARD Degeto
Einspielergebnis
1 USD
Laufzeit
103 Minuten
Regie
Aron Lehmann
Music
Boris Bojadzhiev
Kamera
Christian Rein
von Jasmin Herzog

Schon als Buch war "Was man von hier aus sehen kann" ein absoluter Volltreffer. Der Roman von Mariana Leky aus dem Jahr 2017 war von den Spitzenplätzen der "Spiegel"-Bestsellerliste lange nicht wegzudenken, wurde über 800.000-mal verkauft und in 22 Sprachen übersetzt. Nun erfolgt der fast schon logische Schritt: Der erfolgreiche Stoff wird fürs Kino adaptiert. Im skurrilen Drama mit einem Okapi als Todesboten spielen Corinna Harfouch, Luna Wedler und Karl Markovics die Hauptrollen.

Ein Okapi zu Gesicht zu bekommen ist außerhalb von Tierparks quasi unmöglich. Der Bestand der scheuen Paarhufer gilt als "stark gefährdet". Wenn überhaupt, dann treiben sie die Tiere aus der Familie der Giraffenartigen in Naturschutzreservaten der Demokratischen Republik Kongo herum. Was also haben Okapis mit einem verschlafenen Dorf im Westerwald zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal gar nichts. Und doch wissen im Filmdrama "Was man von hier aus sehen kann" alle Angehörigen der verschworenen Dorfgemeinschaft ganz genau über das exotische Tier Bescheid.

Denn immer, wenn Selma (Corinna Harfouch) in ihren Träumen einem der rötlich-braunen Tiere mit weiß-schwarz gestreiften Beinen begegnet, verheißt das nichts Gutes. Der tierische Unglücksbote sagt nämlich zielsicher den Tod eines der Dorfbewohner voraus. Wer es ist, bleibt indes stets unklar, weshalb das Dorf nach einer erneuten Vision Selmas in Aufruhr gerät. Verborgene Wahrheiten werden plötzlich ausgesprochen, Liebesbekenntnisse nicht weiter hinausgezögert. Da ringt sich der Optiker (Karl Markovics) des Dorfes endlich durch, Selma seine Liebe zu gestehen. Und auch Selmas Enkelin Luise (Luna Wedler) handelt ab sofort aus dem Bauch heraus und nicht vom Kopf gesteuert.

Schon in Buchform war der einerseits skurrile, andererseits aber auch philosophische angehauchte Stoff ein voller Erfolg. Der Roman von Autorin Mariana Leky hält sich seit der Veröffentlichung 2017 fast ohne Unterbrechung auf der "Spiegel"-Bestsellerliste. Regisseur und Drehbuchautor Aron Lehmann ("Highway to Hellas", "Das schönste Mädchen der Welt") transferiert den berührenden Stoff nun auf die Kinoleinwand. Obwohl der Tod im wahrsten Sinne des Wortes an der Türschwelle steht, gelingt dem Filmemacher ein lebensbejahendes Drama mit einer wertvollen Botschaft: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller

Corinna Harfouch in "Was bleibt".
Corinna Harfouch
Auch international bekannt: Karl Markovics.
Karl Markovics
Katja Studt
Mehrfach preisgekrönt: Rosalie Thomass, hier in dem ZDF-Krimi "Tod einer Polizistin".
Rosalie Thomass
Schauspieler Golo Euler 2019 beim Deutschen Schauspielpreis.
Golo Euler
Luna Wedler in einem blauen Kleid bei der Premiere von "22 Bahnen".
Luna Wedler
Weitere Darsteller
Benjamin Radjaipour Peter Schneider Ava Petsch Cosmo Taut Hansi Jochmann Johannes Allmayer Jasin Challah Thorsten Merten Florian Kroop Nuriye Jendroßek Heidi Ecks Ikkô Masuda Isabell Pannagl Florens Schmidt Maya Haddad

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