Gemeinsam mit seinem russischen Freund Tschick (Anand Batbileg) erlebt Maik (Tristan Göbel) in einem geklauten Lada den Sommer seines Lebens. Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand") schloss gerade erst seine "Liebe, Tod und Teufel"-Trilogie mit dem Film "The Cut" (2014) ab, da schlägt er mit seinem neuen Projekt einen ganz anderen Ton an.

Nach einem Roman von Wolfgang Herrndorff inszeniert Akin die Reise zwei junger Männer, die zwar aus sehr unterschiedlichen Orten der Welt kommen, aber dennoch die selben Sehnsüchte, Ängste und Probleme teilen. Der deutsche Filmemacher türkischer Abstammung besinnt sich damit wieder auf sein Frühwerk und, anders als in seinen jüngsten Filmen, erzählt von einem persönlicheren und weniger politisierenden Thema. Herrndorfs Jugendroman ist preisgekrönt und war lange Zeit unter den deutschen Bestsellern. Obwohl Akin zu den begabtesten Cineasten der jüngeren Generation zählt, ist es eine Mammutaufgabe, den literarischen Zauber Herrndorfs adäquat umzusetzen.

Der Sommer ihres Lebens

Die Erzählung von Maik (Göbel), der während eines öden Sommertages von seinem Freund Tschick (Batbileg), einem etwas eigenwilligen Einwanderer aus dem tiefsten Russland, in einem geklauten Lada abgeholt wird, ist als Roadmovie konzipiert und bietet sich für eine Adaption auf der Leinwand an. Die Zuschauer erwartet eine charmante Geschichte über das Älterwerden, das Leben und die Liebe, die sich in schönen Bildern und einem einzigartigen Sommertrip entfaltet.