Ausgerechnet als sich Leni Reimann darüber freut, mit ihrem Lebensgefährten zusammenzuziehen, sieht sie bei einem Skype-Chat mit ihrem Liebsten im Hintergrund eine leicht bekleidete Frau. Klar, dass die Beziehung so ihr Ende findet. Leni flüchtet sich in die WG ihrer Schwester Hannah.

Die Anwältin aber hat gerade selbst Probleme mit Männern und mit ihrem Job. Mitbewohnerin Vivienne hingegen sieht alles eher locker und meint, dass das beste Mittel gegen Liebeskummer sei, mit möglichst vielen Männern zu schlafen.

Dann ist da noch Lenis und Hannahs Mutter Margaux, die seit der Trennung von ihrem Mann krampfhaft versucht, ihr Leben neu auszurichten. Gar nicht so einfach, hat er sie doch nach über 30 Jahren Ehe für eine junge Physiotherapeutin verlassen. Allen Frauen gemein: Selbstfindung ist angesagt ...

Unterste Schublade des SAT.1-Film-Film-Schemas

Manchmal reicht es eben nicht, möglichst viele derzeit angesagte Darsteller (von Hannah Herzsprung über Elyas M'Barek bis zu Iris Berben und Frederick Lau) in einem Film zu vereinen und selbst kleine Nebenrollen gut zu besetzen (hier etwa Bully Herbig als Baumarktleiter, Christian Berkel als Krankenhauspatient oder Christian Tramitz als Computerkursteilnehmer). Hier zeigt sich, dass ein gutes Drehbuch mindestens ebenso wichtig ist.

Doch genau da liegt der Hund bzw. der Film begraben: schlecht hergeleitete Situationen, unglaubwürdige Konstellationen und hanebüchene Dialoge sorgen eher für unfreiwilligen Humor. Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker dachte wohl, nach ihrem Drehbuch-Erfolg von "Keinohrhasen" sei sie eine ganz Große. Weit gefehlt!

Der Film passt bestenfalls in die unterste Schublade des SAT.1-Film-Film-Schemas - zumal auch keine Kino-tauglichen Bilder fabriziert wurden!