Tobias Moretti

Tobias Bloéb
Geboren: 11.07.1959 in Innsbruck, Österreich

Der österreichische Schauspieler wurde dem deutschen (TV-)Publikum in erster Linie als energisch-smartes Herrchen Richie Moser von "Kommissar Rex" bekannt. Und auch in seinem Heimatland lösten die Hundekrimi-Staffeln und Wiederholungen eine Kriminalhysterie aus, wie sie Austria nicht mehr notiert hat, seit Michele Placido "Allein gegen die Mafia" zog.

Der Spagat zwischen Kitsch und Quotenqualität hat den österreichischen Mimen auf zwei feste Beine gestellt. Als Moretti (er wählte den Familiennamen der Mutter als Schauspiel-Pseudonym) der Hundeserie nach zweieinhalb Jahren den Rücken kehrte, konnte er sich 1997 mit der Übernahme eines 400-jährigen Tiroler Alpenhofs nahe Innsbruck einen großen Wunsch erfüllen. Hier lebt der bodenständige Moretti mit Musikerin Julia (verheiratet seit 1997) und den Kindern Antonia und Lenz während der Drehpausen als Landwirt (mit Diplom). Moretti selbst hat sich als "temperamentvoll, mit aufregenden Hobbys zur Entspannung wie Wildwasserkanu oder Motorradfahren" bezeichnet. Daneben wird ihm "außergewöhnliche Feinfühligkeit" attestiert. Zwei Wesenszüge, die seine Rollen prägen. Im Übrigen gibt es ein Leben vor und nach "Rex", das den Serienheld in anderem Licht erscheinen lässt.

Moretti studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien zunächst einige Semester Komposition. Seine Homepage (www.moretti.at) nennt die Theaterausbildung an der Otto Falckenberg Hochschule München als nächste wichtige Station. Noch während seines ersten Engagements in Hannover wechselt Moretti zu Frank Baumbauer ans Münchner Residenztheater. Als Ensemble-Mitglied (1984/85) spielte er unter Fassbinder den "Katzelmacher", ferner in "Hahnenkapf" (unter Ruth Drexel), in "King Lear" (unter Lietzau) und in "Das Lebendes Galilei" (unter Löscher).

1986 folgten diverse Titelrollen an dem Kammerspielen: "Troilus und Cressida" (unter Dieter Dorn), Achternbuschs "Der Frosch", Lietzaus letzte Inszenierung, der "Theatermacher", von Thomas Bernhard. Daneben Gastspiele in Wien. Weitere Theaterstationen: 1995 Wiener Burgtheater (Anton Cechovs "Der Heiratsantrag"), 1997 Wiener Volksoper (Carl Orffs "Die Bernauerin"). Morettis musikalische Vorbildung ermöglicht ihm 2000 sein Opern-Regiedebüt für Mozarts "Don Giovanni" bei den Bregenzer Festspielen.

Seit Anfang der Neunzigerjahre wendet sich Tobias Moretti verstärkt dem Medium Film zu. Den Anfang markieren Felix Mitterers "Piefke Saga" (1990, Serie). Für "Rex" stand Moretti seit 1994 vor der Kamera. Es folgten u.a. der Kinofilm "Workaholic" (1996, Regie: Sharon von Wietersheim) und eine Reihe von Fernsehfilmen: Das Wilderer-Drama "Krambambuli" (1998, Xaver Schwarzenberger), "Deine besten Jahre" (1999, Dominik Graf), "Die Nichte und der Tod" (1999, Peter Payer).

Für den Murdoch-Kirch-Vierteiler "Jesus-Legenden" (2000) besetzt Raffaele Mertes die "Jesus-Legenden - Josef von Nazareth"-Hauptrolle im ersten Teil der Bibelverfilmung mit Moretti. In "Todfeinde - Die falsche Entscheidung" (1999, Regie: Oliver Hirschbiegel) mimt Moretti einen von zwei Streifenpolizisten, die versehentlich einen Mafia-Kronzeugen erschießen, die Tat vertuschen und später zu erbitterten Feinden werden, als sich ihre Lebenswege trennen. Auch in der aufwändigen Verfilmung der Richard-Oetker-Entführung -, "Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker" (2000) - spielt Moretti einmal mehr einen gleichermaßen einfühlsamen wie hartnäckigen Ermittler. In Curt Faudons "Das Tattoo - Tödliche Zeichen" (2000) begegnen wird Moretti als wagemutigem Taucher, der bei unterirdischen Vermessungsarbeiten auf einen spektakulären Grabschatz stößt und die Beute im Alleingang versilbern möchte.

Moretti wurde mehrfach ausgezeichnet, so 1999 mit dem Grimmepreis (für "Krambambuli"), 1995 mit dem Bayerischen Filmpreis (für "Kommissar Rex"), 1999 mit der Romy als beliebtester Serienheld. 2001 wurde ihm die Romy als beliebtester Schauspieler Österreichs verliehen, für seine Rolle in dem Alpen-Western "Das finstere Tal" erhielt er 2014 den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller.

Weitere Filme: "Der Fluch" (1987), "Der Rausschmeißer" (1989), "Das ewige Lied", "Clarissa - Tränen der Zärtlichkeit", "Ein Herz wird wieder jung", "Mia, Liebe meines Lebens" (alle 1997), "Bergkristall", "Dem Mörder verfallen - Eine Frau in Gefahr" (beide 1998), "Alphamann - Amok" (1999), "Wenn Männer Frauen trauen" (2000, wieder von Curt Faudon), "Ein Hund kam in die Küche", "Schwabenkinder" (beide 2001), "Dass du ewig denkst an mich", "Andreas Hofer", "Julius Caesar", "Gefährliche Nähe und du ahnst nichts" (alle 2002), "Die Rückkehr des Tanzlehrers", "Käthchens Traum" (beide 2004), "Speer und Er", "Der Liebeswunsch" (beide 2005), "Mord auf Rezept" (2006), "Du gehörst mir", "42plus", "Die Schatzinsel", "Midsummer Madness", "Der Kronzeuge" (alle 2007), "Das Jüngste Gericht", "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" (beide 2008), "Fred Vargas: Bei Einbruch der Nacht", "Operation Schwarze Blumen", "Geliebter Johann Geliebte Anna", "Ich, Don Giovanni" (alle 2009), "Jud Süß - Film ohne Gewissen", "Amigo - Bei Ankunft Tod" (beide 2010), "Bauernopfer", "Yoko" (beide 2011), "Eine Frau verschwindet", "Geisterfahrer", "Mobbing", "Das Wochenende" (alle 2012), "Grossstadtklein" (2013).


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