Die kleine Pia ist schon einigermaßen erstaunt, als sie in ihrem Baumhaus von einem weißen Wuscheltier in unbekannter Sprache begrüßt wird, das zur Musik aus ihrem MP3-Player tanzt. Pia nennt das seltsame Wesen Yoko und findet heraus, dass es am liebsten in der Gefriertruhe schläft und Fischstäbchen lutscht. Was Pia nicht weiß: Yoko kommt aus dem Himalaya und wurde vom windigen Großwildjäger Thor Van Sneider verschleppt. Der hat seinen Fang in der Hoffnung entführt, viel Geld mit dem Wesen zu verdienen. Denn Zoodirektor Kellermann will das Zotteltier am liebsten ausgestopft zur Schau stellen. So wundert es nicht, dass Van Sneider das possierliche Vieh unbedingt wieder einfangen will. Doch Yoko hat in Pia eine hilf- und einfallsreiche Freundin gefunden ...

Zugegeben: das Ganze ist schon recht naiv erzählt und Hauptfigur Yoko überrascht nicht gerade mit einer tollen Maske, dennoch ist dieses Abenteuer für kleinere Kinder durchaus geeignet. Die Kinderfilm erfahrene Regisseurin Franziska Buch ("Emil und die Detektive", "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen") hat sich die Bestseller von Knister vorgenommen und dieses kindgerechte Abenteuer so in Szene gesetzt, dass die erwachsenen Begleiter schnell das Grauen packt – auch wenn die Kinder ihren Spaß haben. Lediglich die Nebenfiguren – vor allem Tobias Moretti als Bösewicht, Justus von Dohnányi als zwielichtiger Zoodirektor und Jessica Schwarz als Pias Mutter meistern ihre Rollen angesichts der Naivität durchaus.

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