Lukas (Manuel Camacho) nennt die atemberaubende Kulisse der Alpen seine Heimat. Eine schöne Kindheit hat der Zwölfjährige dennoch nicht, denn er versteht sich nicht sonderlich gut mit seinem Vater (Tobias Moretti).

Eines Tages findet der Junge einen jungen Adler, der aus dem Horst gefallen ist. Ohne lange zu überlegen, entschließt er sich, das Tier, das er Abel tauft, mithilfe des Försters Danzer (Jean Reno) großzuziehen. Davon darf Lukas' Vater allerdings nichts erfahren, denn der Schafhirte jagt die Raubvögel, die es auf sein Vieh abgesehen haben.

Zwischen Lukas und Abel entwickelt sich eine ganz besondere Freundschaft, doch irgendwann kommt der Tag, an dem der Adler flügge wird und Lukas schweren Herzens Abschied nehmen muss.

Berührend und atemberaubend

Der spanische Regisseur Gerardo Olivares ("Wolfsbrüder", 2010) und der österreichische Naturfilm-Spezialist Otmar Penker haben sich für dieses Drama zusammengetan und einen wahren Augenschmaus gezaubert. Dies ist nicht nur dem faszinierenden Alpenpanorama zu verdanken, sondern auch der feinfühlig erzählten Freundschaft zwischen Mensch und Tier.

Diese Thematik ist zwar auf der Kinoleinwand nicht neu, doch den Filmemachern gelang ein schwer zu vergleichendes Werk. Dies ist letztlich auch der großartigen Besetzung zu verdanken: Neben den Top-Darstellern Tobias Moretti, der zuletzt unter anderem als Luis Trenker zu sehen war, und Jean Reno ("Léon - Der Profi", 1994) zeigt der 15-jährige Manuel Camacho hier sein schauspielerisches Talent.