Steffi (Sinje Irslinger) und Steve (Max Hubacher) kommen sich auf ihrem gemeinsamen Roadtrip nach und nach näher.
Die deutsche Dramödie "Gott, du kannst ein Arsch sein!" ist inspiriert vom gleichnamigen Buchbestseller von Frank Pape. In dem Roman schreibt er über die letzten 296 Tage im Leben seiner Tochter Steffi.

Gott, du kannst ein Arsch sein!

KINOSTART: 01.10.2020 • Drama • D (2020) • 97 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Gott, du kannst ein Arsch sein
Produktionsdatum
2020
Produktionsland
D
Einspielergebnis
2.347.698 USD
Laufzeit
97 Minuten

Filmkritik

Mit Vollgas Richtung Selbstfindung
Von Julian Weinberger

Eine 16-Jährige, die von einer Krebsdiagnose aus dem Leben gerissen wird und einen abenteuerlichen Roadtrip startet: Das Drama "Gott, du kannst ein Arsch sein" geizt zwar mit Überraschungen, ist dank überzeugender Hauptdarsteller aber trotzdem sehenswert.

Eines weiß Steffi (Sinje Irslinger) ganz sicher: Sie will Polizistin werden. Gerade hat die 16-Jährige ihren Realschulabschluss erfolgreich gemeistert, und die Abschlussfahrt nach Paris steht an. Mit dabei ist auch Steffis Freund Fabian (Jonas Holdenrieder), mit dem sie einen Abstecher ins Romantikhotel geplant hat. Wo, wenn nicht in der Stadt der Liebe, könnte ein Jahrestag auch gebührender gefeiert werden? Doch dann bricht für die Teenagerin die ganze Welt zusammen, als bei einer Routineuntersuchung unheilbarer Krebs diagnostiziert wird. Wie Steffi und ihre Familie mit dieser Schocknachricht umgehen, erzählt das deutsche Drama "Gott, du kannst ein Arsch sein!".

Die Abschlussfahrt kann sich Steffi auf jeden Fall abschminken, da sind sich ihre Eltern Frank (Til Schweiger) und Eva (Heike Makatsch) einig und kassieren erst einmal Personalausweis und Geld ein. Stattdessen steht die Chemotherapie für die besorgten Eltern an erster Stelle. Steffi hingegen hat ganz anderes im Sinn: Sie will unbedingt nach Paris, koste es, was es wolle. Eine Zufallsbekanntschaft mit dem Zirkusartisten Steve (Max Hubacher) schafft Abhilfe. Auch Steve, Sohn eines Zirkusdirektors (Jürgen Vogel), ist vom Leben frustriert, und so beschließen die beiden kurzerhand auszureißen ...

Todkranke, die sich vor dem Sterben auf einen letzten abenteuerlichen Roadtrip begeben – dieses Thema wurde in den vergangenen Jahren diverse Male filmisch aufgearbeitet, etwa in "Hin und weg" (2014) und "Der geilste Tag" (2016). Auch "Gott, du kannst ein Arsch sein!" – inspiriert vom gleichnamigen Buchbestseller von Frank Pape, in dem er die letzten 296 Tage im Leben seiner Tochter Steffi beschreibt – schlägt in eine ähnliche Kerbe und vermengt Tragik und Komik.

Steffi und Steve durchleben auf ihrer Fahrt kuriose Episoden, werden etwa von einem aggressiven Tankstellenbetreiber verfolgt, ergaunern sich eine Nacht in einem schicken Hotel und reiten auf Kühen (!). Das ist zwar unterhaltsam, besonders innovativ sind die Ideen von Regisseur André Erkau und den Drehbuchautoren Tommy Wosch und Katja Kittendorf aber nicht. Auch das Aufeinandertreffen der beiden Ausreißer wirkt sehr konstruiert, und die Dialoge hätten etwas mehr Finesse vertragen.

Dafür stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellern Sinje Irslinger ("Das schönste Mädchen der Welt") und Max Hubacher ("Der Hauptmann"). Während sich Steffi und Steve, die beide auf ihre Weise mit geplatzten Hoffnungen und Träumen umgehen müssen, zunächst eher ankeifen, entwickelt sich mit jeder Station ihrer gemeinsamen Reise eine engere Bindung zwischen ihnen. Richtung Kitsch gleitet das Drama aber trotz des unausweichlichen Endes glücklicherweise nur selten ab.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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