Heike Makatsch

Hat schon längst das Girlie-Image abgelegt: Heike Makatsch. Vergrößern
Hat schon längst das Girlie-Image abgelegt: Heike Makatsch.
Fotoquelle: Rene Teichmann/shutterstock.com
Heike Makatsch
Geboren: 13.08.1971 in Düsseldorf, Deutschland

Mit ihrer unglaublichen schauspielerischen Präsenz in Xaver Schwarzenbergers fesselnder Biografie "Margarete Steiff" wurde das einstige deutsche Girlie-Wunder nicht nur international bekannt, sondern 2006 mit einer Emmy-Nominierung geehrt: Heike Makatsch. Nicht erst seit dieser Rolle ist Heike Makatsch eine ernst zunehmende Schauspielerin, denn bereits in den Neunzigern machten Max Färberböck ("Aimée & Jaguar") wie auch Detlev Buck ("Männerpension") mit ihr beste Erfahrungen. Heike Makatsch, die vier Jahre lang die Lebenspartnerin von "James Bond" Daniel Craig war und ihre schauspielerische Präsenz und stimmlichen Qualitäten auch in dem Hildegard Knef"-Biopic "Hilde" (2009) unter Beweis stellte, lebt seit 2005 mit "Tomte"-Mitglied Max Martin Schröder in Berlin. Im Januar 2007 kam ihre gemeinsame Tochter Mieke Ellen zur Welt.

Mit ihrer spontanen, natürlichen und frechen Art hatte sich Heike Makatsch seit Mitte der Neunziger sehr schnell in die Herzen jugendlicher Zuschauer moderiert. Sie studierte erst brav Politik und Soziologie an der Uni Düsseldorf. Vorher schon, 1988, hatte sie eine längere Zeit in New Mexico verbracht, um ihr Englisch auf Trab zu bringen. Das Studium brach sie 1994 nach dem vierten Semester ab. Danach begann sie eine Lehre als Damenschneiderin, doch ziemlich schnell wurde sie fürs Fernsehen entdeckt. Bekannt wurde sie zunächst als Moderatorin bei dem Musiksender VIVA. Später kam dann Bravo-TV dazu, und Heike wurde in den Medien als großes Girlie-Vorbild gefeiert.

Aber wie ein Vorbild hat sie sich eigentlich nie gefühlt: "Ich kann mir bis heute noch nicht vorstellen, was eine 14-jährige so über mich denkt und kann für mich nicht wirklich einen Stellenwert erspüren ... Vielleicht ist das aber auch ganz gesund. Gesund in dem Sinne, dass man lernen muss, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen und auch dann noch authentisch zu bleiben, wenn Tausende etwas in einen hinein interpretieren. Als ich angefangen habe, Fernsehen zu machen, habe ich mir gesagt, du betrittst jetzt ein Gebiet, da hast du nicht alles selber in der Hand und kannst nur versuchen, so nah wie möglich bei dir selbst zu bleiben."

Die "Heike-Makatsch-Show" erreichte nicht die erhoffte Quote, also wurde sie abgesägt, aber auch heute noch ist sie vom Konzept der Sendung überzeugt: "Es ist im Prinzip das, was ich beim Fernsehen gerne machen würde." Aber es gibt für Heike nicht nur die Show-Seite. Mit ihrem ersten Kinofilm "Männerpension" (1995) begeisterte sie Millionen von Zuschauern. Sie gibt in der Liebesgeschichte, in der eine junge Frau hin und her gerissen ist zwischen zwei Männern, eine einfühlsame und zurückhaltende Darstellung, die auf den ersten Blick so gar nichts gemein hat mit der Heike Makatsch, die man sonst so kennt.

Den Sprung von der Moderation ins Schauspielfach hat sie längst geschafft: "Ich vergesse Kameras vollkommen; um mich herum steht dann nichts, kein Filmteam, kein Regisseur, einfach niemand", sagt sie. Und das glaubt man ihr aufs Wort, denn sonst könnte sie nichts von jener Spontaneität und Natürlichkeit bewahren, die sie in ihren Shows immer wieder bewiesen hat. Sowohl Kino als auch Fernsehen scheinen zu Heike zu passen, vielleicht braucht sie aber auch beides. Wenn sie jetzt noch nicht genau sagen kann, wie es weitergeht, so macht sie doch den Eindruck, dass sie ziemlich genau weiß, was sie nicht will: "Weder auf Teufel komm raus Kinofilme drehen, noch irgendwelche Talkshows moderieren, aber das hängt ja nicht nur von mir ab."

Weitere Filme mit Heike Makatsch: "Obsession" (1997) von Peter Sehr, "Bin ich schön?" (1998) von Doris Dörrie, "Liebe Deine Nächste!" (1998) von Detlev Buck, "Das Gelbe vom Ei" (1998), Bernhard Landens Thriller "Killer" (1998), "Männer und andere Katastrophen" (1998) von Ulli Baumann, "Tarzan" (nur Stimme), "Die Häupter meiner Lieben" (beide 1999), "Gripsholm" von Xavier Koller, "Ein göttlicher Job" (beide 2000) sowie "Die Affäre Semmeling", "Nachts im Park" (beide 2001), "Resident Evil", "Nackt" (beide 2002), "Anatomie 2", "Das Wunder von Lengede", "Tatsächlich ... Liebe" (alle 2003), "Familie auf Bestellung" (2004), "Almost Heaven", "Keine Lieder über Liebe", "Ein Haus in Irland" (alle 2005), "Hui Buh, das Schlossgespenst", "Schwesterherz" (auch Buch, beide 2006), "Schade um das schöne Geld", "Die Tür", "Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf", "Der Grüffelo" (Sprecherin, alle 2009), "Tom Sawyer" (2011), "Die Heimkehr", "Sechzehneichen", "Die Abenteuer des Huck Finn" (alle 2012), "Sein letztes Rennen", "Die Bücherdiebin" (beide 2013).


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