Der Junge Tom Sawyer aus dem beschaulichen Städtchen St. Petersburg am Mississippi hat offenbar nur Streiche im Kopf, auch wenn er stets zur Schule geht. Da ist sein bester Freund Huck Finn ganz anders. Der genießt das Leben und lebt in den Tag hinein. Dass sich Tom mit ihm herumtreibt, missfällt Tante Polly, bei der Tom lebt, sehr. Doch das Leben der beiden Möchtegern-Abenteurer ändert sich gewaltig, als sie nachts auf dem Friedhof einen Mord beobachten ...

Die Geschichte des Mark-Twain-Klassikers wurde schon vielfach verfilmt. So fragt man sich, ob diese weitere Version nötig gewesen wäre. Denn leider wirken hier die Bauten permanent wie Kulisse (das sind sie natürlich auch, sollte aber nicht in fast jeder Einstellung als solch erkennbar sein), Benno Fürmann sieht trotz Make-Up keinesfalls wie ein amerikanischer Ureinwohner aus und viele inszenatorische Unzulänglichkeiten schmälern das Vergnügen an dieser offenbar niemals alternden Geschichte. Positiv: die originären Ideen der Drehbuchautoren, die sich nicht in der Romanvorlage finden lassen wie etwa die Traumsequenz und die Tatsache, dass Indianer-Joe Tante Polly anbaggert, um heraus zu bekommen, was Tom weiß. Darauf und auf gute Darstellerleistungen reduziert sich aber das Ganze. Schade, das hätte richtig gut werden können.

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