In seinem neuen Roman hat Autor Max Zorn (Stellan Skarsgård) eine verflossene, tragische Liebschaft verarbeitet. Davon ahnt die neue Frau an seiner Seite, Clara (Susanne Wolff), aber nichts, als sie mit ihm zur Buchpremiere nach New York reist.

Ironischerweise ist die Metropole auch der Handlungsort seines Werkes. Dort trifft der Schriftsteller auf die besagte Exfreundin Rebecca (Nina Hoss) – nicht unbedingt aufgrund einer schicksalhaften Fügung, denn insgeheim hatte sich Max ein Wiedersehen erhofft.

Die verdrängten Gefühle von damals erwachen zu neuem Leben, sodass die zwei einen Plan fassen: Ein gemeinsames Wochenende in Montauk, einem einsamen Fischerdorf. Dort wollen sie sich noch einmal ganz nahe sein und herausfinden, ob eine gemeinsame Zukunft nicht doch möglich sein kann. Aber die Zeit heilt nicht alle Wunden und kann nicht so leicht zurückgedreht werden.

Emotionales Werk

Wie hätte das Leben verlaufen können, wenn man sich in der Vergangenheit anders entschieden hätte? Wäre man durch besonnenere Handlungen in der Gegenwart glücklicher? Und wie kann man es schaffen, den Augenblick wirklich zu leben? Diesen philosophischen Fragen nimmt sich Volker Schlöndorff in seinem Film an.

Der "Oscar"-Preisträger war dabei nicht nur als Regisseur tätig, sondern verfasste auch das Drehbuch. Dabei greift er mitunter Aspekte aus der Novelle "Montauk" von Max Frisch auf und erzählt eine tragische Liebesgeschichte, die unter die Haut geht.

Zudem verleiht die namhafte internationale Besetzung mit Nina Hoss und Stellan Skarsgård, der unter anderem aus den "Nymphomaniac"-Filmen bekannt ist, dem gelungenen Drama das Sahnehäubchen.