Christoph Maria Herbst über Zärtlichkeit und Eifersucht in der Ehe
Christoph Maria Herbst ist aktuell wieder auf der großen Leinwand zu sehen. In „Extrawurst“ spielt er den Hipster Torsten, der seiner Frau zu Liebe aufs Land zieht. Dort möchte diese nämlich Tennis spielen – mit einem Mann, auf den Torsten ganz schön eifersüchtig ist. Das gibt genug Konfliktpotenzial und Christoph Maria Herbst erzählt, wie das so ist mit der Eifersucht und der Intimität in der Ehe.
Gemeinsam mit seiner Kollegin Anja Knauer, die seine Film-Ehefrau Melanie spielt, hat Herbst mit Bunte.de über seinen neuen Film „Extrawurst“, seine Figur Torsten und die Ehe gesprochen. Denn Torsten liebt als waschechter und junggebliebener Hipster seine lässigen Klamotten und genießt seinen Espresso in seinem Lieblingscafé im Prenzlauer Berg. „Er macht sehr viel seiner Frau zuliebe“, sagt Herbst. „Da könnte man jetzt erstmal sagen 'Oh, das ist so süß von ihm.' Aber, ich komme jetzt mit der Bibel, dort steht, 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.' Und ich glaube, er hat so ein bisschen die Selbstliebe und Selbstachtung verloren.“
Torsten „hasst“ Tennis
Der 59-Jährige erklärt das Innenleben und die Eheprobleme seiner Figur so: „Er ist eigentlich Werbetexter, aber nicht wirklich im Job. Er hat seinen geliebten Prenzlauer Berg und seinen Espresso Macchiato aus seiner Szenebar auf dem Kollwitzplatz nicht mehr zur Verfügung. Er ist in diese Provinz gegangen, er ist ihr zuliebe in diesen Tennisverein gegangen, dabei hasst er Tennis. Er lebt also gegen sich selbst an. So kann man natürlich nicht mit einem anderen zusammenleben, wenn man sein eigenes Leben schon nicht auf die Reihe kriegt.“
Die Eheleute distanzieren sich immer weiter voneinander. Die Luftküsse, die sie sich zuwerfen, sind immer weiter voneinander entfernt. „Das Körperliche ist nicht mehr so sehr da. Die Küsse werden jetzt über zehn Meter durch die Luft geschickt. Das ist natürlich der Anfang vom Ende. Ich glaube, die haben auch einen Fernseher im Schlafzimmer“, sagt der „Stromberg“-Star. Obwohl er eigentlich über Privates in der Öffentlichkeit nicht spricht, gibt er dieses Mal doch Einblicke in sein Eheleben. „Das Körperliche ist der i-Punkt auf dem Wörtchen Liebe“, sagt er. Man müsse sich bemühen und dranbleiben, die Zärtlichkeit mit dem Partner oder der Partnerin zu erhalten.
Christoph Maria Herbst: „Man macht sich selbst unfassbar klein“
Zum Thema Eifersucht hat Anja Knauer eine eindeutige Meinung: „Ich bin nicht eifersüchtig. Ich habe auch überhaupt kein Verständnis für Eifersucht. Es ist aber schon so, dass mir das mal begegnet ist“, sagt sie. „Wenn man mit seinem Partner aber eine gute Verbindung hat, dann ist man nicht eifersüchtig.“
Und Herbst ergänzt: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ Er ergänzt: „Man macht sich natürlich selbst unfassbar klein in dem Moment. Das muss einem auch klar sein“.
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